AMD freut sich trotz Milliardenverlust

18. Januar 2008, 10:01
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Obwohl die Bilanz des Chipherstellers AMD im letzten Quartal des Jahres 2007 bei einem Umsatz von 1,7 Milliarden Dollar einen Reinverlust von 1,77 Milliarden Dollar ausweist, zeigten sich die Verantwortlichen recht zufrieden mit dem Geschäftsverlauf Ende des letzten Jahres: "Wir sind sehr erfreut üb

Obwohl die Bilanz des Chipherstellers AMD im letzten Quartal des Jahres 2007 bei einem Umsatz von 1,7 Milliarden Dollar einen Reinverlust von 1,77 Milliarden Dollar ausweist, zeigten sich die Verantwortlichen recht zufrieden mit dem Geschäftsverlauf Ende des letzten Jahres: "Wir sind sehr erfreut über unsere Fortschritte," meinte zum Beispiel CEO Hector Ruiz.
Grund dafür ist, dass AMD zumindest operativ wieder beinahe schwarze Zahlen geschrieben hat: Der operative Verlust betrug nur noch 9 Millionen Dollar. Der riesige Buchverlust wurde vor allem durch weitere Abschreibungen in der Höhe von 1,68 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit der Übernahme des Grafikchipherstellers ATI verursacht.
Robert J. Rivet, AMDs Finanzchef, fasste die positiven Punkte des Quartals zusammen: "Wir haben die Bruttomarge aufgrund von höheren Liefermengen unserer neuen Produkte, höheren durchschnittlichen Verkaufpreisen sowie Kostensparmassnahmen verglichen mit dem Quartal davor um 3 Prozent erhöhen können. Wir konnten in diesem Quartal mehr CPUs ausliefern, als jemals zuvor, darunter auch fast 400'000 der neuen Quad-Core-Prozessoren."
Trotz des versöhnlichen Jahresendes dürfte AMD das Jahr 2007 letztendlich als "Jahr zum Vergessen" abhaken: Insgesamt musste der Intel-Herausforderer einen Jahresreinverlust von 3,38 Milliarden Dollar verbuchen. Davon wurden 1,95 Milliarden Dollar durch ATI-Abschreiber und -Restukturierungskosten verursacht, aber auch operativ schrieb AMD mit 911 Millionen Dollar Verlust tiefrote Zahlen. (hjm)

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