AMD glaubt weiterhin an Netbooks

3. Dezember 2010, 08:41
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In einem Interview mit Taiwans Online-Newsservice 'Digitimes' hat sich AMD-CEO Dirk Meyer unter anderem über Marktchancen für Tablet-PCs geäussert, dabei aber auch erklärt, dass der Fokus bei Notebooks, Desktop-PCs und Servern bleibe und der Netbook-Absatz entgegen allen Unkenrufen auch 2011 noch zw

In einem Interview mit Taiwans Online-Newsservice 'Digitimes' hat sich AMD-CEO Dirk Meyer unter anderem über Marktchancen für Tablet-PCs geäussert, dabei aber auch erklärt, dass der Fokus bei Notebooks, Desktop-PCs und Servern bleibe und der Netbook-Absatz entgegen allen Unkenrufen auch 2011 noch zweistellig wachsen werde.
Den Tablet-Markt werde man bei AMD genau beobachten und bei günstiger Gelegenheit auch besetzen. Substanzielles Wachstum für die neuen Geräte erwartet er aber erst, wenn die Preise auf 299 Dollar oder darunter fallen. Derweil seien die Tablets nur als Ergänzung zu traditionellen PCs zu betrachten. Anders als Intel und Nvidia plant AMD laut Meyer nicht, in den Smartphone-Markt einzutreten, da dieser schon überfüllt sei.
Gerade erst im Mai 2009 hat das Unternehmen seine Chip-Fertigung in das Joint Venture Globalfoundries ausgelagert bekannt gewordenen Produkte sollen in der ersten Jahreshälfte 2011 nicht nur in Desktop-PCs, sondern auch in Notebooks und Netbooks verbaut werden.
Was Befürchtungen angeht, die APUs könnten den Markt für diskrete Grafikkarten kannibalisieren, sagte Meyer, dass die Auswirkungen höchst begrenzt sein werden. Denn mit "Fusion" adressiere man den Mainstream-Markt, während im Hochleistungsbereich für Spiele- und Multimedia-Enthusiasten immer noch Rechner mit diskreter Grafikkarte gefordert seien.
"Bezüglich des Netbook-Marktes sind wir immer noch optimistisch", sagte Meyer zudem. Nach eigenen Daten rechne AMD für diese Geräteklasse 2011 mit einem weltweiten Wachstum von 20 Prozent beziehungsweise mit einem Absatz von 20 bis 30 Millionen Stück. Aufgrund des geringen Preises würden Netbooks Grundbedürfnisse wie das Browsen im Internet und den Empfang von E-Mails stillen. Für Verbraucher, die darüber hinaus auch Multimedia-Content und Spiele geniessen wollten, verweist Meyer auf die "Super Mobility" genannte neue Plattform für ultraschlanke Notebooks, die bei vergleichbaren Preisen wesentlich mehr Leistung verspreche und sich sehr schnell verbreiten werde. Lenovo hat mit dem "ThinkPad Edge“ und dem „ThinkPad X100e“ auch schon zwei entsprechende Modelle auf den Markt gebracht.
2011 soll ein neuer Prozessor mit dem Codenamen "Bobcat" das Licht der Welt erblicken, mit dem AMD hauptsächlich auf Netbooks, aber auch auf kleinere Geräte wie etwa Tablet-PCs zielt. Praktisch habe AMD heute schon Prozessoren mit den bei Tablet-PCs geforderten niedrigen Verbrauchswerten. Bevor entschieden werde, wie viel man in den Markt investieren wolle, werde man diesen aber erst eingehend beobachten und evaluieren. (Klaus Hauptfleisch )

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