AMD hebt mit neuen Server-Chips ab in die Cloud

20. März 2012, 12:41
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Im November 2011 bereits angekündigt, vollzieht Advanced Micro Devices (AMD) nun offiziell den Launch der neuen Prozessorenserie Opteron 3200.

Im November 2011 bereits angekündigt, vollzieht Advanced Micro Devices (AMD) nun offiziell den Launch der neuen Prozessorenserie Opteron 3200. Diese zielt als Single-Sockel-Lösung auf Low-end-Server mit Blick auf den Cloud- und Webhosting-Servermarkt ab. Die auf der Bulldozer-Architektur basierenden neuen Server-CPUs bieten bis zu acht Kerne, Taktraten von bis zu 3 GHz (oder 3,7 GHz mit AMD Turbo CORE) und eine niedrige TDP (Thermal Design Power oder typische Verlustleistung) von 45 bis 65 Watt.
In dem Zusammenhang hat sich AMD auch erstmals zur Übernahme von SeaMicro geäussert und dabei betont, dass das Interesse an dem Unternehmen mehr dem geistigen Eigentum als fertigen Produkten unter der Flagge gehe, zumal man sonst auch Gefahr laufe, in Konkurrenz zu den OEM-Kunden zu geraten.
Antreten will AMD mit der Opteron-Serie 3200 ausgerechnet gegen die Xeon-E3-Serie von Intel, die in dem Seamico-Serversystem SM10000-XE zum Einsatz kommt. Analysten gehen davon aus, dass der ewige Herausforderer die Intel-CPUs nach Abschluss der Übernahme von SeaMicro sukzessive durch die eigenen ersetzen wird. Im Bereich der Extreme Low Voltage Server mit aktuell bis zu 768 Atom-Prozessorkernen dürfte das aber schwer fallen, zumindest bis zum Launch der bereits angekündigten ARM-Varianten, der aber erst für 2014 erwartet wird.
Bei der Gegenüberstellung der Xeon-E3-Serie von Intel schneidet die 3200-Serie in der AMD-Präsentation zum Launch in jeder Hinsicht besser ab. Das fängt an beim Preis: Bis zu 48 Prozent günstiger sollen die CPUs der 3200-Serie sein (Preisband: 99 bis 229 Dollar gegenüber 189 bis 294 Dollar) und dabei mit vier bis acht doppelt so viele Kerne unterstützen. Die Mindestkosten pro Kern gibt AMD mit 25 Dollar gegenüber 74 Dollar bei der Intel-Serie Xeon E3-12xxL-Serie, den Mindestverbrauch pro Kern mit 8,1 Watt gegenüber 10 Watt.
Erwähnenswert ist die im Professional-Umfeld eher seltene Zertifizierung gemäss Microsoft Windows 7. Wie AMD-Manager John Fruehe sagte, habe man damit auf Kundenwünsche reagiert. (kh)

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