AMD: Mit Blitzschlag gegen Donnerkeil

18. Januar 2012, 12:42
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Vor einem Jahr hatte Advanced Micro Devices (AMD) noch gesagt, nicht daran zu denken, Intels auf Mini-DisplayPort aufsetzende Thunderbolt-Schnittstelle zu übernehmen.

Vor einem Jahr hatte Advanced Micro Devices (AMD) noch gesagt, nicht daran zu denken, Intels auf Mini-DisplayPort aufsetzende Thunderbolt-Schnittstelle zu übernehmen. Auf der CES 2012 hat der Herausforderer nun aber versteckt mit einer günstigen Alternative aufgewartet und diese auch noch ganz ähnlich genannt. Im Unterschied zu Thunderbolt (Donnerkeil) soll Lightning Bolt (Blitzschlag) zwar auf PCI-Express verzichten, dafür aber DisplayPort, schnelles USB 3.0 und Stromversorgung über DisplayPort vereinen.
Die neue AMD-Schnittstelle erreicht zwar nicht ganz die Flexibilität und Geschwindigkeit von Thunderbolt, dafür sei sie aber kostengünstiger und besser als Docking-Lösung geeignet. Durch die Lademöglichkeit über Mini-DisplayPort sei im Idealfall nur ein Kabel erforderlich, um ein entsprechendes Notebook als stationären Computer zu nutzen. Als Kompromiss musste AMD zwar leichte Abstriche bei USB 3.0 machen, die Geschwindigkeit soll aber dennoch höher sein als bei USB 2.0.
Je nach Auflösung würden sich über Lightning Bolt inklusive Notebook-Display bis zu drei Bildschirme mit Full-HD und vier Bildschirme mit WXGA (1.366 x 1768 Pixel) ansteuern. Laut AMD bewegen sich die Kosten für Dockingstation, Kabel und im PC eingebauten Chip in etwa auf USB-3.0-Niveau, was ungefähr 40 Euro wären. Intel soll dagegen allein für den Thunderbolt-Chip mit etwa 50 Euro zuschlagen. Der Verkaufsstart wird erst für Ende des Jahres erwartet. Andere rechnen damit schon im Sommer mit Einführung der neuen Fusion-Prozessoren auf Basis der Trinity-Architektur. (kh)

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