AMD streicht 1400 Jobs

4. November 2011, 10:32
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Auch hochrangige Manager müssen gehen.

Auch hochrangige Manager müssen gehen.
Obwohl AMD laut jüngsten Marktforschungszahlen Markanteile gegenüber dem grossen Rivalen Intel hinzugewinnen konnte, befindet sich der Chiphersteller weiterhin in einer tiefen Krise: Den lukrativen Markt für mobile Geräte hat man ähnlich wie Intel verschlafen und hinzu kamen zuletzt Fabrikationsprobleme. Nun hat das Unternehmen aus Sunnyvale bekannt gegeben, dass 10 Prozent der Stellen gestrichen werden sollen. 1400 Jobs sollen wegfallen.
Der Stellenabbau wird 105 Millionen Dollar kosten, aber ab nächstem Jahr 200 Millionen Dollar an Einsparungen bringen. Die Mittel sollen umgehend in neue Bereiche investiert werden, wie etwa in die Produktion für Tablet-Prozessoren. Ausserdem will AMD in Schwellenländern weiter zulegen und auch vom Cloud-Computing-Trend profitieren.
Vom Stellenabbau betroffen sind im Übrigen auch Strategiechef Patrick Moorhead und Produktdirektor Carrell Killebrew. Der neue CEO Rory Read bedauerte den Jobabbau, argumentierte aber, dass sich das Unternehmen neu orientieren müsse, um in neue Bereiche vorstossen zu können. "Wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir verdrängt", so Read.
Bei Smartphones und Tablets spielt aktuell der Chipdesigner ARM ein grössere Rolle als AMD und Intel. Zudem macht sich ARM neu auch im traditionell von Intel und AMD dominierten Server-Bereich breit. Von diesem Vorstoss dürfte vor allem der kleinere von den beiden etablierten Anbietern, sprich AMD, betroffen sein. (mim)

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