AMD und Intel lancieren neue Prozessorfamilien

5. Januar 2011, 13:57
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Sowohl Intel als auch AMD haben kurz vor dem offiziellen Beginn der CES in Las Vegas ihre bereits seit einiger Zeit angekündigten neuen CPUs mit integrierten Grafikeinheiten – AMD nennt die Chips nun "Accelerated Processing units (APUs) – lanciert.

Sowohl Intel als auch AMD haben kurz vor dem offiziellen Beginn der CES in Las Vegas ihre bereits seit einiger Zeit angekündigten neuen CPUs mit integrierten Grafikeinheiten – AMD nennt die Chips nun "Accelerated Processing units (APUs) – lanciert. AMDs Launch scheint auf den ersten Blick, mit vier "Fusion"-Chip-Modellen, etwas bescheidener. Intel lanciert dagegen gleich 29 verschiedene "Sandy Bridge"-Modelle, 15 für Desktops und 14 für mobile Geräte. Trotzdem dürften letzlich die meisten grossen PC-Hersteller sowohl Fusion- als auch Sandy-Bridge basierte Geräte auf den Markt bringen. Konkrete Ankündigungen gibt es unter anderem von HP, Lenovo, Toshiba und Sony (Fusion) sowie Asus, HP, Transtec, Lenovo und MSI (Sandy Bridge).
Zum Start hauen sich beide Chip-Hersteller Benchmarks um die Ohren und nehmen für sich in Anspruch, die schnellere Grafikeinheit beziehungsweise das bessere Preis-/Leistungs-/Stromverbrauchsverhältnis liefern zu können. Die neuen Chips sollen für gute Grafikfähigkeiten bei kleinerem Stromverbrauch bei Notebooks führen und auch den Bau günstigerer Desktops ermöglichen. Laut diversen Kommentaren könnten sowohl die AMD- als auch die Intel-Chips grafikmässig mit separaten Grafikkarten im Low-end und sogar bis in den Mittelklassebereich mithalten können. Noch zeigen muss sich aber, ob dies auch für den Praxiseinsatz gilt.
Im Desktop-Bereich gibt es auch Hersteller, die bereits "Sandy Bridge"-Modelle angekündigt haben, die auch eine separate Grafikkarte enthalten werden.
Neue (Video-)Ideen von Intel
Vor allem Intel testet bei den neuen Chips und den dazugehörigen Chipsätzen auch neue Funktionen im Videobereich aus. So sind sie unter anderem mit einer Hardwarebeschleunigung für das Transcodieren von Videos ausgestattet, beispielsweise um Clips schneller auf andere Geräte wie iPhones übertragen zu können.
Ausserdem lanciert der Chipriese gleich noch einen mit den neuen Chips verknüpften Internet-Videoservice namens "Intel Insider" und hat dafür Verträge mit einige grossen Studios, darunter Warner, abschliessen können. Kunden von Intel Insider sollen Filme schon am gleichen Tag, an dem sie auf DVD oder Bluray erscheinen, in HD-Qualität (1080p) über das Internet konsumieren und dabei auch drahtlos über "WiDi2.0" auf TV-Geräte streamen können. Der Kopierschutz ist dabei direkt mit der individuellen "Sandy-Bridge"-CPU des Kunden verknüpft und damit theoretisch sehr schwer knackbar. (hjm)

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