AMD und Intel lösen erbitterten Preiskrieg bei PCs aus

12. Juni 2006, 15:46
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Schlecht für Anbieter - gut für Konsumenten: AMD hat letzten Donnerstag Preise überraschend und massiv gesenkt.

Schlecht für Anbieter - gut für Konsumenten: AMD hat die Preise überraschend und massiv gesenkt.
Schweizer PC-Hersteller, die Chips von AMD verbauen, bekamen letzten Donnerstag ein überraschendes Mail von ihren Distributoren: AMD kündigte teils massive Preissenkungen für die Athlon 64 CPUs an. Die Preissenkungen gelten nicht wie ursprünglich angekündigt per 27. Juli sondern per sofort, wie uns ein mit der Sache vertrauter Insider sagte.
Damit kommt AMD dem Konkurrenten Intel zuvor, der seinen taiwanischen Grossabnehmern ebenfalls letzte Woche massive Preissenkungen auf den Pentium 4-Prozessoren ankündigte.
Am brutalsten ist der Preissturz bei den schnellsten Athlon 64-Chips von AMD: Der Händler-Einkaufspreis für Athlon 64 3800 CPUs hat sich glatt halbiert. Damit dürfte AMD weltweit und auch in der Schweiz einen brutalen Preiskrieg unter lokalen PC-Herstellern, so genannten Assemblierern, auslösen. Denn Preissenkungen werden kleineren Herstellern nicht rückvergütet - wer jetzt noch auf Vorräten von Athlons sitzt, muss die PCs so schnell wie möglich los werden, um den Schaden zu minimieren.
Intel seinerseits wird die Preise für Celeron, Pentium 4 und die "älteren" Dual-Core Pentiums (Pentium D 930, 940, 950 und 960) am 23. Juli senken, sobald die neuen Core 2 Duo Prozessoren erhältlich sind.
Intel am längeren Hebel, Verzweiflungstat von AMD
Dass AMD die Preise per sofort senkte, und damit seinen Kunden keine Vorwarnzeit liess, kann als Verzweiflungstat gewertet werden. Denn Intel sitzt auf einem ungleich höheren Berg von Cash als AMD und hat erst noch neue Produkte in der Pipeline, die im Juli lanciert werden. AMDs 4-Kern-Prozessoren, die K8L-Serie wird hingegen erst per 2007 erwartet. (Christoph Hugenschmidt)

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