Amerikanisch-japanische Halbleiter-Fusion abgesagt

27. April 2015, 08:53
  • international
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Die Pläne für ein neues amerikanisch-japanisches Schwergewicht in der Halbleiter-Branche sind am Widerstand der Wettbewerbshüter gescheitert.

Die Pläne für ein neues amerikanisch-japanisches Schwergewicht in der Halbleiter-Branche sind am Widerstand der Wettbewerbshüter gescheitert. Die Unternehmen Applied Materials und Tokyo Electron sagten ihre Fusion mehr als eineinhalb Jahre nach der Ankündigung ab.
Die Kartellwächter im US-Justizministerium hätten zuvor mitgeteilt, dass ihnen die bisherigen Zugeständnisse für mehr Wettbewerb nicht ausreichten. Applied Materials will jetzt eigene Aktien im Wert von bis zu 3 Milliarden Dollar am Markt zurückkaufen.
Applied Materials und Tokyo Electron hatten ihre Fusionspläne im September 2013 angekündigt. Das gemeinsame Unternehmen sollte einen neuen Namen bekommen und in den Niederlanden angesiedelt werden, während zwei Firmenzentralen in Tokio und dem kalifornischen Santa Clara bleiben sollten.
Die Aktionäre von Applied Materials sollten mit rund 68 Prozent die Mehrheit an der neuen Firma halten und Konzernchef Gary Dickerson den Spitzenjob übernehmen.
Die Unternehmen bieten Ausrüstung, Software und Dienstleistungen für die Produktion von Flachbildschirmen und von Chips beispielsweise für Smartphones an. Das Zusammengehen sollte die Entwicklung neuer Technologien bei Halbleitern und Displays beschleunigen. Ausserdem wollten die Firmen mehrere hundert Millionen Dollar sparen. (sda/mim)

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