Amitelo: Ermittlungen wegen Verdacht auf Marktmanipulation

12. April 2007, 13:33
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Das Schweizer Telekommunikationsunternehmen Amitelo erlebt zurzeit heftige Turbulenzen.

Das Schweizer Telekommunikationsunternehmen Amitelo erlebt zurzeit heftige Turbulenzen. Nachdem am Dienstag das ZDF-Magazin "Frontal21" über fragwürdige Erfolgsmeldungen und Ungereimtheiten berichtet hatte, brach der Akteinkurs um über 70 Prozent ein. Auch heute verlor die Aktie trotz einer ausführlichen Stellungnahme seitens Amitelo weiter an Wert. Das ZDF hatte unter anderem berichtet, dass das Büro in Zürich unbesetzt sei. Von Klagen und nicht abgeschlossenen Verträgen war die Rede.
Amitelo wies die Vorwürfe des ZDF als haltlos zurück. Der für den Bericht verantwortliche Redakteur sei vorgängig zu einem Informationsgespräch eingeladen worden, doch er habe abgelehnt, so Amitelo. Gegen den Journalisten prüft Amitelo nun straf- und zivilrechtliche Schritte.
Amitelo wurde nach eigenen Angaben "zum Zweck der Übernahmen und Beteiligungen im Telekommunikationssektor" gegründet. In der Stellungnahme heisst es, Amitelo sei kein operatives Unternehmen und besitze lediglich eine Holdingfunktion. Die häufigste Wendung in der Amitelo-Stellungnahme lautet: "Dem ZDF ist bereits am 2. April unmissverständlich klar gemacht worden..." Die deutsche Börsenaufsicht ermittelt nun wegen Verdachts auf Marktmanipulation. (mim)

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