Android-Apps müssen künftig angeben, welche Daten sie sammeln

7. Mai 2021, 11:26
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Google führt neue Richtlinien für den Playstore ein. Die Privacy-Offensive der Tech-Konzerne geht damit weiter.

 Android-Apps, die im Playstore angeboten werden, müssen künftig darüber informieren, welche Daten sie für welche Zweck sammeln. Google will die Regel ab dem zweiten Quartal 2022 für alle Entwickler verpflichtend einführen, wie der Konzern in einem Blogbeitrag schreibt. Dazu soll eine Übersichtsseite für User eingeführt werden, auf der sich Anwender informieren können, welche Daten von ihnen gesammelt werden.
Auf der Seite sollen zudem weitere Details der Apps etwa über Verschlüsselung, Familienfunktionen oder der Möglichkeit zur nachträglichen Löschung der eigenen Daten abrufbar sein. Die Informationen können laut Google von den Entwicklern selbst eingespiesen werden, aber auch von unabhängigen Experten auditiert werden. Auch dies soll auf der Übersichtsseite ersichtlich sein.
Google folgt mit dieser Transparenzoffensive dem Konkurrenten Apple. Dieser hatte ähnliche Richtlinie bereits Ende letzten Jahres eingeführt und den Usern von iPhones ermöglicht, Tracking vereinfacht zu deaktivieren. Unter Konkurrenten wie Google und App-Entwicklern hatte das zu Debatten über das Geschäft mit personalisierter Werbung geführt.
Google hatte im März 2021 versprochen, ab nächstem Jahr keine Individuen mehr im Netz tracken zu wollen. Die neue Technologie Federated Learning of Cohorts (FLoC) soll Anbietern dennoch personalisierte Werbung ermöglichen.

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