Android-Entwickler drohen mit Auszug aus Marketplace

3. März 2011, 15:13
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Im Netz formiert sich Widerstand gegen die Richtlinien von Google im Android Marketplace.

Im Netz formiert sich Widerstand gegen die Richtlinien von Google im Android Marketplace. "Wir, die Mitglieder und Supporter der Android Developers Union, haben die Nase voll von den Bedingungen im Android Marketplace", heisst es in einer Online-Petition, die von App-Entwicklern des Handybetriebssystems Android lanciert wurde.
Konkret fordern die Entwickler von Google eine Neuverhandlung der Anteile am Verkaufspreis einer Android-App, die Google einkassiert. Derzeit fliessen 32 Prozent des Preises direkt in die Kassen des Konzerns. Auch sollen weitere Zahlungsmöglichkeiten für die Nutzer eingeführt werden. Weitere Forderungen betreffend unter anderem die Einführung eines öffentlichen Bug-Trackers, eine Änderung des Algorithmus, nach welchem die Apps im Marketplace angezeigt werden sowie transparentere Regeln darüber, welche Apps von Google im Marketplace als zulässig erachtet werden.
Sollte Google die Forderungen nicht erfüllen, wollen die Entwickler ihre Apps vom offiziellen Marketplace entfernen und diese via alternative Marktplätze anbieten oder sogar die Entwicklung von Android-Apps einstellen, heisst es weiter auf der Petitionsseite. Unklar bleibt derzeit, wieviele Entwickler die Aktion unterstützen.
Inzwischen wurde zudem bekannt, dass Google rund fünfzig Apps aus dem Android Marketplace entfernt hat. Diese sollen mit der Malware DroidDream infiziert gewesen sein, die unter anderem die Product-ID, das Hardware-Modell, Provider sowie Sprache, das Land und die User-ID stiehlt. Ausserdem erlangen die Angreifer mittels "Privilege Escalation" vollständigen Zugriff auf das Android-Betriebssystem, so dass jederzeit weitere Informationen an die Cyberkriminellen übermittelt werden könnten. Von der Lücke, die die Schadsoftware ausnutzt, sollen alle Android-Versionen bis 2.2.1 betroffen sein. (bt)

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