"Android": Google & Co. bringen Plattform für Handys

5. November 2007, 18:00
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Handy-Grössen verbünden sich mit Google und entwickeln eine Open-Source-Software-Plattform für mobile Telefongeräte.

Handy-Grössen verbünden sich mit Google und entwickeln eine Open-Source-Software-Plattform für mobile Telefongeräte.
Die Gerüchte haben sich in den letzten Tagen verdichtet, nun ist es da und doch nicht da: Das "Google-Phone". Denn heute Abend hat die "Open Handset Alliance", zu der einige Schwergewichte der Branche gehören, die "Android"-Plattform angekündigt. Diese sei der erste Schritt hin zu einem Software-Paket für mobile Geräte, in dem sich Betriebssystem, Middleware und eine benutzerfreundliche Bedienungsoberfläche vereinen, heisst es in einer Pressemitteilung von heute.
Die "Android"-Plattform soll unter Open-Source-Lizenzen allen Entwicklern zur Verfügung gestellt werden. Damit könnten die Hersteller der Geräte rascher und günstiger neue Produkte "mit noch überwältigendere" Funktionen auf den Markt bringen, heisst es unbescheiden. Zu denken ist da etwa an Funktionen, die Internet-Dienste wie geografische Karten mit Handy-Software kombinieren. Die heutige Ankündigung sei weitaus ambitionierter als es jedes "Google Phone" sein könne, lässt sich Google-Boss Eric Schmidt zitieren.
Die ersten Geräte mit dem neuen Betriebssystem und den gemeinsam Entwickelten Anwendungen sollen in der zweiten Hälfte 2008 verfügbar werden.
Zwei Schweizer Firmen mit dabei
34 Firmen sind bei der "Open Handset Alliance" mit dabei. Dazu gehören Handy-Hersteller wie Motorola, China Mobile, LG, HTC und Samsung, Mobilfunkbetreiber wie T-Mobile, Telefonica und Telecom Italia (nicht aber Swisscom), Chiphersteller wie Qualcomm, Broadcom und Intel und natürlich auch Google. Zwei weitere Namen fallen auf. Mit dabei sind mit dem Java-Spezialisten Esmertec und Noser Engineering auch zwei Schweizer Firmen.
Nicht dabei sind hingegen jene Hersteller, die eigene Handy-Betriebssysteme anbieten. So namentlich Microsoft (mit Windows Mobile), Apple, Nokia (mit Symbian), Palm und RIM (BlackBerry). (Christoph Hugenschmidt)

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