Angriff auf Ruag nur dank Tipp aus dem Ausland entdeckt

6. Mai 2016, 13:19
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Vor wenigen Tagen wurde öffentlich, dass der Rüstungsbetrieb Ruag und das Verteidigungsdepartement VBS von einem Hackerangriff betroffen waren. Der Umfang des Schadens ist noch nicht bekannt. Wie der 'Tages-Anzeiger' berichtet, seien jedoch bereits grosse Datenmengen abgeflossen.

Vor wenigen Tagen wurde öffentlich, dass der Rüstungsbetrieb Ruag und das Verteidigungsdepartement VBS von einem Hackerangriff betroffen waren. Der Umfang des Schadens ist noch nicht bekannt. Wie der 'Tages-Anzeiger' berichtet, seien jedoch bereits grosse Datenmengen abgeflossen. Der Präsident der parlamentarischen Geschäftsprüfungsdelegation (GPDel), Alex Kuprecht, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, dass der russische Staat hinter den Angriffen vermutet wird.
Wie die Zeitung weiter berichtet, habe man den Angriff bei Ruag aufgrund eines Hinweises aus dem Ausland an den Nachrichtendienst des Bundes (NDB) stoppen können. "Der Tipp kam von einem europäischen Partnerdienst", bestätigt Kuprecht gegenüber dem 'Tagi'.
Der Angriff auf Ruag sei zudem über ein Jahr lang unentdeckt geblieben, schreibt der 'Tages-Anzeiger' mit Berufung auf ihnen vorliegende Informationen weiter. Pikantes Detail: Der Rüstungskonzern sieht sich selbst als Security-Dienstleister und preist auf seiner Homepage Lösungen für die Informationssicherheit an. 70 Security-Spezialisten arbeiten gemäss SDA in der Cyber-Security-Abteilung des Konzerns. Zu den Kunden gehören sowohl das Militär, Behörden- und Sicherheitsorganisationen als auch Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Telekommunikationsunternehmen oder Energieversorger. (kjo)

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