Anhaltender Streit bei Media-Saturn

29. August 2011 um 11:38
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Uneinigkeit darüber, ob der unter Korruptionsverdacht stehende Manager suspendiert werden soll.

Uneinigkeit darüber, ob der unter Korruptionsverdacht stehende Manager suspendiert werden soll.
In einem aktuellen Artikel spricht die 'Süddeutsche Zeitung' von einem bevorstehenden Showdown im Streit bei der Metro-Tochter Media-Saturn. Der auch in der Schweiz tätige Elektronikhändler ist schon seit einiger Zeit in den Schlagzeilen: Nach dem Machtkampf kam auch eine Ermittlung der Augsburger Staatsanwaltschaft wegen Korruption hinzu. Laut der Zeitung ist nun zwischen Metro und Firmengründer Erich Kellerhals ein Streit darüber entbrannt, ob ein unter Korruptionsverdacht stehender Manager von Media-Saturn zumindest vorläufig das Unternehmen verlassen soll oder nicht.
Laut der 'Süddeutschen' war Metro für einen Rückzug des Beschuldigten aus der Geschäftsführung von Media-Saturn, damit er sich auf seine Verteidigung konzentrieren kann. Doch Kellerhals und sein Kollege Leopold Stiefel waren dagegen, weil sie fest an die Unschuld des Managers glauben. Die Gründergeneration stellt sich damit nicht zum ersten Mal quer. Kellerhals hat schon mehrmals Gebrauch gemacht von seiner Sperrminorität - zum Ärger von Metro-Chef Eckhard Cordes. Heute treffen sich die Media-Saturn-Gesellschafter in Ingolstadt - für eine weitere Runde im Machtkampf.
Was den Korruptionsfall betrifft, wird gegen sechs Beschuldigte ermittelt, von denen vier sehr eng kooperiert haben sollen. Der Media-Saturn-Manager und zwei weitere leitende Mitarbeiter sollen jeweils einen sechsstelligen Betrag kassiert haben. Und zwar im Gegenzug dafür, dass ein hessischer Geschäftsmann in deutschen Media- und Saturn-Märkten von 2006 an Verträge für DSL, Telefon und Mobilfunk verkaufen durfte. Laut der 'Süddeutschen' ein Auftrag über mehr als 50 Millionen Euro. Alle Beschuldigten bestreiten jegliche Korruptionsvorwürfe. (mim)

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