Anti-Outsourcing-Streik abgeblasen

26. Oktober 2004 um 09:08
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Aber der Konflikt zwischen Stadtverwaltung und IT-Mitarbeitenden um das Outsourcing der IT-Abteilung in der britischen Stadt Swansea schwärt weiter.

Eine regionale Versammlung der Gewerkschaft Unison hat gestern eine in der britischen Stadt Swansea geplante Serie von Aktionen abgesagt. Mit den Aktionen hätte das Anliegen von 100 IT-Mitarbeitenden der Stadt unterstützt werden sollen, die sich gegen das geplante Outsourcing ihrer Abteilung an eine private Firma wehren. Geplant waren eine Serie von Ein-Tages-Streiks und "Dienst nach Vorschrift" durch fast 5000 gewerkschaftlich organisierte Stadtangestellte.
Wie englische Medien berichten, geht der grundsätzliche Konflikt aber weiter, jetzt eventuell zusätzlich kompliziert durch innergewerkschaftliche Konflikte – eigentlich hatten sich die Gewerkschaftsmitglieder vor kurzem mehrheitlich für den Streik ausgesprochen. Die 100 IT-Mitarbeitenden selbst hatten vor zwei Wochen nach einem zwei Monate dauernden Streik die Arbeit wieder aufgenommen, viele davon, wie es heisst, in der Meinung, dass der Arbeitskampf durch die Gesamtgewerkschaft weitergeführt werde.
Die Stadt Swansea, ist einer der wenigen Orte, an dem es bisher wegen eines IT-Outsourcing-Projekts zu einem Arbeitskampf gekommen ist. Die Stadtverwaltung hatte das Projekt Mitte des Jahres ausgeschrieben. (hjm)

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