Anti-RFID-Gerät entwickelt

21. Juli 2006, 15:03
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Laut einem Bericht der US-amerikanischen Zeitschrift 'InformationWeek' haben Forscher der Freien Universität Amsterdam ein Gerät entwickelt, das dem Nutzer anzeigt, wenn ein RFID-Scanner in der Nähe ist und versucht, Daten zu lesen.

Laut einem Bericht der US-amerikanischen Zeitschrift 'InformationWeek' haben Forscher der Freien Universität Amsterdam ein Gerät entwickelt, das dem Nutzer anzeigt, wenn ein RFID-Scanner in der Nähe ist und versucht, Daten zu lesen. Der RFID-Guardian soll demnach Menschen vor dem Missbrauch der eigenen Daten schützen.
Kopf dieses Projekts ist der Professor Andrew Tanenbaum, der bereits im März mit einem RFID-Virus auf die Gefahren der Funkchips aufmerksam gemacht hatte. Tanenbaum ist ein bekennender Gegner dieser Technologie, die insbesondere von Logistikfirmen eingesetzt wird. RFID-Gegner kritisieren, dass die Gefahr bei RFID-Chips gross ist, dass Kriminelle mittels Scannern zu persönlichen Daten (Pass) gelangen können.
Der tragbare RFID-Guardian soll nun weiterentwickelt werden und in einigen Monaten für den kommerziellen Einsatz bereit sein. Tanenbaum ist aber nicht der einzige, der sich für den Schutz vor RFID-Missbrauch engagiert. Der kürzlich von EMC übernommene Verschlüsselungsspezialist RSA Security hat den RFID-Blocker entwickelt, der laut 'InformationWeek' ähnlich funktioniert wie der RFID-Guardian. Das Gerät von RSA "verwirrt" den RFID-Scanner und verhindert so, dass persönliche Daten gelesen werden können. (mim)

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