Antonio Neri: On-Prem kann gegenüber der Cloud 50% Kosten sparen

14. Oktober 2021, 12:20
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Der HPE-Chef rührt lautstrak die Werbetrommel für Greenlake, das As-a-Service-Modell für On-Premises-Infrastruktur. Die Konkurrenz bietet ähnliche Lösungen.

Workloads und Daten On-Premises statt in der Cloud zu betreiben und zu halten, soll Kosten von bis zu 50% einsparen. Dieser Meinung ist zumindest Antonio Neri, Präsident und CEO von Hewlett Packard Enterprise. Und der HPE-Chef hat auch eine Lösung dafür zur Hand: Die hauseigene Greenlake-Plattform, das As-a-Service- und Pay-per-Use-Modell für die Nutzung von On-Premises-Infrastrukturen.
Greenlake ist für den Konzern strategisch von höchster Priorität. Bis 2022 soll das gesamte Portfolio im As-a-Service-Modell angeboten werden, der entsprechende Geschäftsbereich wurde bereits vor rund einem Jahr geschaffen. Es handelt sich um eines der am schnellsten wachsenden Geschäftsfelder von HPE. Der Gesamtvertragswert belaufe sich auf 4,8 Milliarden US-Dollar mit rund 1200 Unternehmenskunden, hiess es in einer Mitteilung vom Juni. Auch die Konkurrenten Lenovo und Dell haben mit "Lenovo Truscale" und "Project Apex" das Geschäft als wichtiges Wachstumsfeld entdeckt.
Entsprechend erpicht ist man bei HPE auf gute Zahlen und Neuigkeiten, wie sie Neri an der Konferenz Best of Breed verkündete: Den Kunden werde nun klar, "dass sie in einigen Fällen 20, 30, 40, 50% sparen können". Dies schreibt das Channel-Magazin 'CRN', das die Veranstaltung organisiert. Zudem, so warb Neri, gehe es beim On-Prem-Ansatz auch um Kontrolle, die Flexibilität und den Zugang zu den Workloads.

Neben Kosten spielt Security eine wichtige Rolle

Eine Deutschlandbezogene Studie des Marktforschers IDG von diesem Jahr zeigte: Neben den generell geringeren Kosten, die sich IT-Verantwortliche versprechen, waren flexiblere Kosten und Datennutzung die Hauptargumente für den Gang in die Cloud. Die Hälfte der Befragten gab an, mittlerweile 50 bis 70% der Workloads in der Cloud abzuwickeln. Tendenz klar steigend. Auch sehen sich mittlerweile viele gut aufgestellt für eine hybride IT-Umgebung. Für die Frage, was man wo abwickeln soll, spielen neben den Kosten vor allem Security und Datenschutz eine grosse Rolle.
Greenlake helfe zu verstehen, was idealerweise vor Ort und was in der Cloud betrieben werden soll, sagte Neri nun. Auch Lenovo und Dell versprechen mit ihren Angeboten hohe Flexibilität, Kontrolle und Übersicht. Für eine effektive IT-Strategie ist das entscheidend. Eine Verschiebung oder Rückverlagerung von Workloads verursachten oftmals hohe Kosten, die von den Kunden nicht vorhergesehen würden, so der HPE-Chef. 

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