Anwender fordern Open-Source OS/2

21. Juli 2005, 13:27
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OS/2, das alterwürdige PC- und Server-Betriebssystem, das IBM in nächster Zeit --http://www.

OS/2, das alterwürdige PC- und Server-Betriebssystem, das IBM in nächster Zeit aus dem Verkehr ziehen will, scheint trotz seiner für IBM eher leidensvollen Geschichte eine treue Anhängerschaft zu besitzen.
Jedenfalls haben bereits fast 11'000 Menschen eine Online-Petition unterschrieben, die Big Blue dazu bewegen soll, OS/2 als Open Source-Software freizugeben. So könnte das "von vielen geliebte" Betriebssystem gemäss den Initiatoren der Petition frei weitervertrieben und auch weiterentwickelt werden.
Für IBM, so wird argumentiert, würden sich so die Supportkosten verringern (IBM will auch nach 2006 noch zumindest bezahlten Support für OS/2 anbieten). Kunden könnten entweder weiter OS/2 verwenden, oder hätten, falls sich doch auf andere Plattformen umsteigen wollen, einfachere Möglichkeiten OS/2-Emulatoren oder -Interpreter für die Transitionsphase zu programmieren.
Voraussetzung wäre es, dass IBM so viele Teile des OS/2-Source-Codes wie möglich unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht. Ausserdem müsste IBM eine Liste der von Drittparteien stammenden Softwareteile zusammenstellen, die IBM selbst nicht freistellen darf, damit diese durch neue Open-Source-Module ersetzt werden könnten.
OS/2 wird heute vor allem noch für isolierte, ältere Applikationen eingesetzt. Zum Beispiel laufen die Geldautomaten mancher Banken noch unter OS/2. (hjm)

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