Anything Goes in der "Converged Cloud", sagt HP

10. April 2012, 15:48
  • rechenzentrum
  • hp
image

HP deklariert "Cloud-Neutralität", startet Angriff auf Amazon und Co.

HP deklariert Cloud-Neutralität, startet Angriff auf Amazon und Co.
HP hat unter dem Namen "HP Converged Cloud" eine ganze Reihe von neuen beziehungsweise erneuerten Cloud-Services lanciert. Die "Converged Cloud" ist dabei gleichzeitig eine Sammlung von Services und Produkten als auch eine Strategie. Das Grundprinzip: Kunden sollen auf der Grundlage einer gemeinsamen Architektur sowohl private Cloudinfrastrukturen, ob selbst oder von Drittunternehmen betrieben, als auch öffentliche Cloud-Services von HP und anderen Anbietern mischen und nahtlos in bestehende, traditionelle IT-Infrastrukturen integrieren können.
Die Basis dafür ist eine laut HP "gehärtete" Version des "OpenStack", einer Sammlung von Open-Source-Tools für Cloud-Management. Dabei, welche Technologien Kunden ansonsten einsetzen sollen, gibt sich HP, wie das auch seiner Tradition entspricht, dagegen "neutral". HP will alle wichtigen Hypervisoren, Betriebssysteme und Entwicklungsumgebungen unterstützen. Damit sollen Kunden auch die Freiheit haben, Applikationen bei Bedarf auf effizientere, neue Infrastrukturen oder auch Cloud-Services von anderen Anbietern zu migrieren, erklärte HP-Mann Steve Dietch gegenüber 'InformationWeek'. Dies sei ein ganz anderer Ansatz, als er gegenwärtig von den meisten Konkurrenten verfolgt werde. Auch wenn viele von Offenheit reden, laut Dietch ist in der Realität das Service-Modell meist eng mit einer bestimmten Infrastruktur verknüpft.
Bei den meisten der unter dem Titel "Converged Cloud" zusammengefassten Angebote geht es um Services, die Unternehmen beim Bau oder Einsatz von Private Clouds helfen sollen.
HP auf den Spuren von Amazon
Zu den neuen HP-Cloud-Services gehört aber auch das erste "öffentliche" Infrastructure-as-Service-Angebot des IT-Riesen. Ein entsprechendes Angebot als "private"-Cloud-Service für Grossunternehmen, hat HP bereits vor einem Jahr lanciert.
Kunden sollen bei der öffentlichen Version, ganz ähnlich wie bei den bekannten Amazon Web Services und ähnlichen Angeboten Computing-"Instanzen" beziehungsweise virtuelle Maschinen sowie Speicher- und Netzwerkkapazität über das Internet beziehen können. Entwickler sollen damit "innert Minuten" die notwendigen Ressourcen für Services aufschalten können. Das Angebot enthält darüber hinaus auch Cacheing-Services, so dass Inhalte schneller zu den Endusern gelangen können, und richtet sich damit auch an Betreiber sehr grosser Webservices à la Twitter und Co. "HP Public Infrastructure as a Service" wird ab dem 10. Mai als Betaversion getestet werden können. Gleichzeitig lanciert HP auch ein "Datenbank-als-Service"-Angebot für MySQL, sowie einen neuen "Block-Level"-Storage-Service, der es erlauben soll, Daten von einer Computing-Instanz zu einer anderen zu migrieren. (Hans Jörg Maron)

Loading

Mehr zum Thema

image

RZ-Ausfälle kosten schnell mal mehr als 1 Million Dollar

Eine internationale Studie zeigt, dass die Betreiber auch im nachhaltigen Umgang mit Strom und Wasser noch Verbesserungs­potenzial aufweisen.

publiziert am 22.9.2022
image

2023 zieht Helvetia den eigenen RZs den Stecker

Helvetia will komplett in die Cloud. Wir haben mit CTO Achim Baumstark, Cloud-Leiter Raphael Graber und Michael Hanisch von AWS über die Migration gesprochen.

publiziert am 15.9.2022
image

Swissbit entwickelt jetzt auch SSDs für Rechenzentren

Der Schweizer Speicherhersteller spannt mit dem US-Unternehmen Burlywood zusammen und will in den RZ-Bereich vorstossen.

publiziert am 15.9.2022
image

Equinix hat wieder ausgebaut

Das ZH4 von Equinix hat weitere 850 Quadratmeter Fläche erhalten.

publiziert am 15.9.2022