Anzahl IT-Lehrstellen wächst, aber

30. Juli 2019, 14:21
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Bei Mobiliar starten in Kürze sechs Informatik-Lernende, fünf davon mit Schwerpunkt Java-Anwendungsentwicklung.

Bei Mobiliar starten in Kürze sechs Informatik-Lernende, fünf davon mit Schwerpunkt Java-Anwendungsentwicklung. Dies meldet der Versicherer, der bislang nur zwei IT-Lernende pro Jahr aufnahm.
Nimmt die Anzahl der IT-Lehrstellen insgesamt zu? Oder begegnen Firmen dem viel beklagten heutigen und künftigen Fachkräftemangel anders? "Die Mobiliar ist da kein Einzelfall. Die ICT-Lernendenzahlen nehmen in der Tat zu", so Elisa Marti von ICT-Berufsbildung Schweiz auf Anfrage.
Konkret weiss die nationale Organisation der Arbeit für das Jahr 2017 von 8’931 ICT-Lernenden, 2018 waren es dann rund 200 zusätzlich, nämlich 9'217. Diese Tendenz sei "sehr erfreulich", so Marti. Neben dem Fachkräftemangel und -bedarf gebe es einen weiteren Grund, dass Firmen mehr Stifte haben: "Viele Firmen, die ICT-Lehrstellen anbieten, machen sehr positive Erfahrungen mit ihren Lernenden und entscheiden sich deshalb dafür, noch mehr Lernende auszubilden."
Wer ausbildet, der kann den Nachwuchs auch nach eigenen Vorstellungen und Ansprüchen entwickeln und prägen, wirbt Marti. Damit können gute Lehrbetriebe dann auch mittelfristig direkt profitieren. Diese Hoffnung hat auch Mobiliar: "In den nächsten 10 bis 12 Jahren wird bei der Mobiliar ein Drittel der heutigen Software-Entwickler in Pension gehen," schreibt der Versicherer. Bis anhin seien 600 Informatiker bei der Versicherung beschäftigt.
Mit hauseigenem Nachwuchs wird also der Mangel nicht zu beheben sein. Das weiss auch ICT-Berufsbildung Schweiz: "Wir sind darauf angewiesen, dass in naher Zukunft noch viele zusätzliche ICT-Lehrstellen geschaffen werden, damit wir den künftigen Fachkräftebedarf auch nur ansatzweise decken können." (mag)

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