Apobank schaltet nach IT-Schlamassel externe Prüfer ein

14. Juli 2020, 14:57
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Nach dem Wechsel auf das neue Kernbanken­system läuft bei der deutschen Bank noch immer nicht alles rund. Die Bank lässt das IT-Projekt prüfen.

Am Pfingstwochenende migrierte die deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) in einem "Big Bang" auf ein neues Kernbankensystem. Die Umstellung der IT – von Avaloq und DXC durchgeführt – hat zu erheblichen Problemen geführt.  Bis heute, rund sechs Wochen später, konnten noch nicht alle Probleme gelöst werden, wie Twitter-User melden und die Bank bestätigt.
Mittlerweile habe man aber die im Zuge der IT-Migration aufgetretenen Einschränkungen grösstenteils beseitigen können, schreibt die Bank auf Anfrage von inside-it.ch/inside-channels.ch ohne auf Details einzugehen. In einem offenen Brief entschuldigt sich der Vorstand der Apobank bei den Kunden. "Es hat verschiedene unvorhersehbare Probleme und nicht alle Funktionen des neuen Systems liefen fehlerfrei", heisst es dort. Auch aktuell funktioniere noch nicht alles reibungslos und es gebe noch Herausforderungen zu meistern. Für Juni verzichtet die Bank deshalb auf sämtliche Kontoführungs- und Servicegebühren. 
Anfang Juli seien die Quartalsabschlüsse gebucht worden. "Auch wenn noch nicht alles perfekt lief, war dies ein wichtiger Meilenstein zur kontinuierlichen Stabilisierung des Systems", führt der Vorstand aus.
Wie aus dem Brief weiter hervorgeht, lässt die Bank das gesamte IT-Projekt nun extern prüfen. Dafür habe man eine "renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft" beauftragt.

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