Apotheker verspricht SAP-Anwendern mehr Klarheit

29. September 2009, 09:35
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SAP soll ein "clear enterprise" werden, damit auch Kunden ihre Risiken besser abschätzen können. Die Krise ist für SAP-Chef Apotheker noch nicht vorbei. Neuigkeiten zum Rollout von "Business ByDesign".

SAP soll ein "clear enterprise" werden, damit auch Kunden ihre Risiken besser abschätzen können. Die Krise ist für SAP-Chef Apotheker noch nicht vorbei. Neuigkeiten zum Rollout von "Business ByDesign".
SAP-Chef Léo Apotheker mag die Presse nicht besonders. Er möchte die Themen, die den europaweit grössten Softwarehersteller und seine Kunden beschäftigen, lieber nicht auf der öffentlichen Bühne diskutieren. Dies machte Apotheker heute Morgen an seiner Keynote in Bremen klar. Bis Donnerstag findet hier unter dem Motto "Wege in die Zukunft" der zehnte Jahreskongress der "deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe" (DSAG) statt.
"clear enterprise"
"Guten Morgen hier in Berlin… äh, Bremen", legt Apotheker los, der mit dem Kopf wohl noch bei der Bundestagswahl ist. Seine Aussagen erinnern denn auch an einen Wahlkampf: "Wir wollen der verlässliche Partner für unsere Kunden bleiben." Und als es darum geht, den eigenen Marktanteil bei Unternehmenssoftware anzupreisen (32,8%), wird der grosse Gegner Oracle (17,5%) nicht beim Namen genannt.
Apotheker erzählt von der Krise und dass sie nicht vorbei sei. "Wenn sie vorbei sein wird, wird es eine andere Welt sein", verkündet er prophetisch. Was er damit sagen will: In dieser unsicheren Zeit und darüber hinaus braucht es vor allem eins: Mehr Klarheit. Dieses Kredo bezieht SAP durchaus auch auf sich selbst: "Wenn wir uns verändern, können wir den Wandel auch bei den Kunden unterstützen." SAP wolle ein "clear enterprise" werden. Mehr Transparenz, mehr Kundennähe, mehr Nachhaltigkeit und mehr Innovation verspricht Apotheker. Den Kunden soll dabei geholfen werden, ihre Risiken besser abschätzen zu können.
ByDesign-News
Erst am Ende seiner Keynote geht Apotheker auf das Thema Enterprise-Support ein. Der SAP-Chef betont, dass der Dialog mit der DSAG sehr konstruktiv sei und stellt klar, dass es die Presse in diesem Dialog eigentlich nicht brauche. Ganz anderer Meinung ist der DSAG-Vorstandsvorsitzende Karl Liebstückel. Er hatte zuvor stolz erwähnt, dass in den vergangenen Monaten viele Medien über die DSAG berichtet hatten - fast immer aufgrund des bekannten Streits um den Enterprise-Support. Konkrete Aussagen zu diesem Thema werden wohl erst am Nachmittag anlässlich einer Medienkonferenz zu hören sein.
Apotheker sprach auch über neue Produkte - etwa den BusinessObjects Explorer und das Komplett-Packet 'Business Suite 7'. Allerdings wiederholte er nur, was schon bekannt ist. Einzig die Aussage, dass es bis zum ersten Quartal 2010 eine "wichtige Ankündigung" zum globalen Rollout von "Business ByDesign" geben wird, war eine Neuigkeit. Zum Schluss gab es eine weitere kleine Medienschelte: Die "sogenannt objektive Presse" behaupte, SAP sei eine Software für Grosskunden. Das stimme natürlich nicht, sagte Apotheker. Über 75 Prozent und damit rund 68'000 der SAP-Kunden sind mittelständische Unternehmen. (Maurizio Minetti, Bremen)
(Foto: SAP-Chef Léo Apotheker heute Morgen an der Jahresversammlung der DSAG in Bremen.)

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