"App-Economy" als Job-Maschine

7. August 2014, 07:05
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Die "App-Branche" sorgt in Europa für die Schaffung zahlreicher Stellen. Doch Treiber der "App-Economy" ist derzeit Asien.

Die "App-Branche" sorgt in Europa für die Schaffung zahlreicher Stellen. Doch Treiber der "App-Economy" ist derzeit Asien.
Apps haben die Software-Industrie radikal verändert. Laut Apple hat die "App-Economy" dazu geführt, dass der iPhone-Hersteller in Europa 629'000 Jobs geschaffen oder deren Schaffung unterstützt hat. Es gebe fast eine halbe Million Stellen, die nur dank der Entstehung des App Stores geschaffen wurden, so Apple. Der Konzern beruft sich dabei auf eine Studie des Marktforschers Vision Mobile.
Laut der Studie wurden allein dieses Jahr im EU-Raum mit Apps bis zu 12,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dabei spielt iOS nach wie vor eine grosse Rolle, obwohl Android den globalen Markt für Smartphones mittlerweile dominiert: Jeder zweite Job in der "App-Economy" sei dem Apple-System zuzuordnen. Android hingegen werde in der EU zwar von mehr Menschen genutzt als iOS. Doch bei den Entwicklern ist Android weniger beliebt, unter anderem deshalb, weil sie weniger verdienen. Insgesamt beschäftigt die europäische "App-Branche" eine Million Menschen, davon 460'000 Software-Entwickler.
Wirtschaftliche Revolution
EU-Kommissarin Neelie Kroes erklärte am Mittwoch in Brüssel, das Tempo der Schaffung neuer Arbeitsplätze und des Umsatz-Wachstums in der App-Wirtschaft sei unglaublich. "Welcher andere Sektor wächst um 25 Prozent im Jahr?"
Die Effekte gingen weit über die Hersteller von Apps selbst hinaus. "Apple und andere haben eine wirtschaftliche Revolution begonnen", sagte Kroes. Sie setze sich dafür ein, dass Europa bei dieser Entwicklung ganz vorne mitmische.
Asien ist dem Westen voraus
Die Studie von Vision Mobile zeigt jedoch auch, dass andere Regionen in der App-Entwicklung erfolgreicher sind. Derzeit treibe Asien - vor allem China und Indien - die App-Entwicklung voran. Im vergangenen Jahr seien in Asien dreimal so viele Smartphones verkauft worden wie in Europa. Im laufenden Jahr würden allein in China und Indien über 400 Millionen neue Smartphone-Nutzer hinzukommen.
Entwickler aus Europa könnten noch erfolgreicher sein, wenn sie den wachsenden asiatischen Markt in Visier nähmen. "Die Sprach- und Kulturbarrieren sind aber für Entwickler in der EU signifikant höher." Daher seien Partnerschaften mit asiatischen Unternehmen unbedingt notwendig, um dieses Ziel zu erreichen. (sda/mim)

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