Apple als Zensurist

27. April 2005, 09:35
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Vergeltungsmassnahmen gegen einen Buchverlag, der eine unautorisierte Steve Jobs-Biografie veröffentlicht.

Vergeltungsmassnahmen gegen einen Buchverlag, der eine unautorisierte Steve Jobs-Biografie veröffentlicht.
Apple weigert sich, weiterhin die technologischen Handbücher des Verlags John Wiley & Sons zu verkaufen und hat die Titel dieses Fachverlags von den Regalen aller Apple-Stores entfernen lassen. Der Grund dafür sei, wie das "Wall Street Journal" berichtet, dass John Wiley eine Biografie von Steve Jobs veröffentlichen will, die von Apple nicht abgesegnet wurde. Apple habe monatelang versucht, den Verlag von der Publikation abzuhalten.
Der Verfasser des Buchs "iCon Steve Jobs: The Greatest Second Act in the History of Business", Jeffrey Young, gibt sich von der Apple-Aktion überrrascht: Die Biografie sei eine Anerkennung für Jobs Leistungen und allgemein positiv. Es sei eine Beschreibung des Aufstiegs des Apple-Chefs als Innovator und Unternehmer, enthalte allerdings aber auch Details über das Privatleben von Jobs, zum Beispiel seinen Kampf gegen den Krebs und seine Scheidung.
Eine Sprecherin des Verlags erklärte, dass man die Biografie weiterhin unzensuriert veröffentlichen wolle.
Apple hat schon immer seine seiner Geheimnisse und sein Image eifrig gehütet. In letzter Zeit scheint die Jobs-Company die Schraube allerdings noch etwas stärker angezogen zu haben. Manche Marketing Experten befürchten aber, dass solche Aktionen dem Ruf Apples auch bei treuen Fans eher schaden als nützen. (hjm)

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