Apple arbeitet fleissig an AR-Headsets

12. November 2019, 12:11
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Apple plane 2022 ein AR-Headset auf den Markt zu bringen, wie 'The Information' in Erfahrung gebracht hat.

Apple plane 2022 ein AR-Headset auf den Markt zu bringen, wie 'The Information' in Erfahrung gebracht hat. Ein Jahr später soll eine weitere Brille folgen, die gemäss Management gar das iPhone ersetzen soll.
Dem Bericht zufolge werde das Apple-Gerät, das den Codenamen N301 trage, sowohl AR- als VR-Funktionen bieten. Das Unternehmen plane, sich ab 2021 an Softwareentwickler von Drittfirmen zu wenden, die Apps für die neue Hardware entwickeln sollen.
Das Apple-Headset ähnle Oculus Quest von Facebook, soll aber schlanker designt sein. Kameras an der Aussenseite sollen die Umgebung des Users wahrnehmen und ihm erlauben, mit dieser zu Interagieren, schreibt 'The Information' (Paywall) mit Berufung auf Insider. Apple wolle Stoffe und leichte Materialen verwenden, sodass das Gerät angenehm zu tragen sei.
Das Gerät soll in der Lage sein, die Oberflächen, Kanten und Abmessungen von Räumen mit grösserer Genauigkeit als bestehende Geräte auf dem Markt abzubilden, erklärten Führungskräfte laut Bericht an einem Meeting im Oktober. Bei diesem Treffen sei den teilnehmenden Apple-Mitarbeitenden eine Demonstration vorgeführt worden, bei der eine virtuelle Kaffeemaschine auf einem realen Küchentisch platziert worden sei. Dabei seien auch virtuelle Schatten der Maschine in den Raum "gezeichnet" worden.
Eine AR-Brille statt Smartphone?
Im Gegensatz zum AR-VR-Hybrid N301 soll das Gerät N421 eine reine AR-Brille sein. Diese stelle grössere technische Herausforderungen dar und sei weiter von der Marktreife entfernt. Das Ziel sei, dem User eine Brille zu bieten, die den ganzen Tag getragen werde könne.
Laut dem Bericht sehen die aktuellen Prototypen aus wie "hochpreisige Sonnenbrillen mit dickem Rahmen". Im Rahmen seien Chips und Batterien verbaut. Ein Senior Manager habe seinen Mitarbeitenden gesagt, dass er glaube, spätere Versionen dieser AR-Brille könnten das iPhone in etwa einem Jahrzehnt ersetzen.
Auf Anfrage von 'The Information' teilte Apple – wie üblich – mit, dass man "keine Gerüchte und Spekulationen" kommentiere. Der Marktstart und die nun bekannt gewordenen Funktionen könnten sich also noch ändern.
In den vergangenen gut zwei Jahren hat Apple sein AR- und VR-Know-how mit Übernahmen ausgebaut. Zum Aplle-Portfolio gehören der kanadische Hersteller von AR-VR-Brillen Vrvana, der Entwickler von Eytracking-Technologien SensoMotoric sowie der Hersteller von Linsen für AR-Brillen Akonia, fasst das US-Magazin zusammen. Die Zahl der Apple-Mitarbeitenden, die an AR-Projekten arbeiten, wird auf rund 1200 geschätzt. (kjo)

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