Apple-CEO fordert Rückzug der Spionage-Chip-Story, aber…

22. Oktober 2018, 09:10
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Der Apple-CEO Tim Cook persönlich fordert die Newsplattform 'Bloomberg' auf, ihren Artikel über chinesische Spionage-Chips in Apple-Hardware zurückzuziehen.

Der Apple-CEO Tim Cook persönlich fordert die Newsplattform 'Bloomberg' auf, ihren Artikel über chinesische Spionage-Chips in Apple-Hardware zurückzuziehen. "Ich finde sie sollten ihre Geschichte zurückziehen. Es ist nichts wahr an der Geschichte über Apple. Sie müssen das Richtige tun," sagte Cook in einem Gespräch mit der News-Site 'Buzzfeed'.
'Bloomberg' hält aber an sämtlichen Aussagen seiner Berichterstattung fest.
Die Zeitung hatte basierend auf 17 nicht namentlich genannten Quellen geschrieben, dass es chinesische Spione geschafft hätten, Supermicro-Produkte während der Herstellung mit einem winzigen Spionage-Chip zu versehen. Dieser, so berichtete 'Bloomberg', erlaubte es den Angreifern, in jedem Netzwerk, das auf einem kompromittierten Server lief, unentdeckt Zugang zu erhalten. Apple war angeblich eine von rund 30 angegriffenen US-Firmen und ein Schwerpunkt der Attacke. Laut 'Bloomberg' entdeckte Apple 2015 sabotierte Hardware, beendete die Zusammenarbeit mit dem Hersteller Supermicro und meldete den Vorfall dem FBI.
Apple hat dies in einer Medienmitteilung und einem Brief an den US-Kongress vehement bestritten. Der Bericht über den Supply-Chain-Hack hatte grosse Unsicherheiten geweckt, da es gute Argumente für den Wahrheitsgehalt und solche dagegen gibt.
'Bloomberg' doppelte inzwischen mit einem weiteren Artikel zum Thema nach, diesmal mit einem US-Telco als Opfer, und nannte eine Quelle namentlich.
Alle Security-Experten, mit denen inside-it.ch gesprochen hat, halten einen Hack für denkbar. Dies werde seit einiger Zeit in der Branche diskutiert. Zu Apple spezifisch ist nichts weiter bekannt. (mag)

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