"Apple-einfach, Google-schnell"

9. November 2011, 13:20
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SAP bleibt bei den Kernthemen In-Memory, Einbindung von mobilen Systemen und Cloud-Computing. Snabe propagiert "Hana für alle".

SAP bleibt bei den Kernthemen In-Memory, Einbindung von mobilen Systemen und Cloud-Computing. Snabe propagiert "Hana für alle".
Man ist sich einig im Presseraum der Madrider SAP-Kundenmesse Sapphire: Etwas Neues hat SAP-Co-CEO Jim Hagemann Snabe (Foto) heute Morgen während seiner Keynote vor gegen 8000 Zuhörern nicht gesagt. Doch vielleicht ist genau dies die gute Botschaft für SAP-Kunden: Der deutsche ERP-Riese sieht sich mit der verfolgten Strategie auf gutem Wege und radikale Änderungen sind nicht angesagt.
Snabes Botschaft: SAP will im Kerngeschäft, Business-Software für mittelgrosse und grosse Firmen, rascher als die Konkurrenz Neuerungen bringen und will in drei relativ neuen Märkten Fuss fassen. Bei Business-Applikationen auf mobilen Geräten, bei In-Memory-Computing mit SAP Hana und bei Cloud-Computing mit der Online-Lösung 'Business by Design'. Die Voraussagbarkeit im Kerngeschäft zahlt sich gemäss Snabe aus. Selbst im von der Schuldenkrise geplagten Italien habe SAP den Absatz mit Software-Lizenzen im Q3 um mehr als 10 Prozent steigern können.
"Hana für die Massen"
Die grössten Hoffnungen setzt man bei SAP auf In-Memory-Computing Nach der ersten Phase, in der man Hana bei innovationsfreudigen SAP-Kunden untergebracht hat, trete man nun in die zweite Phase, in der Hana in grossen Mengen verkauft werde. So bietet der deutsche ERP-Riese die Appliance ab heute als Datenbank für SAP BW (Business Warehouse) an. Kunden könnten mit Hana die Infrastruktur für die Business Warehouses, in denen die Daten für Reports und Analysen vorbereitet werden, massiv vereinfachen und die Kosten senken. Zudem kann man die Antwortzeiten auf bestehende Abfragen nicht nur verkürzen sondern man kann auch spontan beliebige Abfragen neu machen.
Der sonst zurückhaltend auftretende Snabe wurde während seiner Rede beim Thema Hana fast schon euphorisch: "Apple-einfach und Google-schnell" solle SAP-Software werden. Und obwohl Snabe in einer Pressekonferenz heute sagte, man wolle bei bestehenden SAP-BW-Installationen "keine Datenbanken rauswerfen", wurde doch deutlich klar, dass SAP auf Datenbank-Umsätze von Microsoft, Oracle und IBM zielt. Snabe: "12'000 Business Warehouses warten im Markt. Hana ist ein Hit, Hana ist ein Durchbruch. Wir werden Hana an jedermann verkaufen." (Christoph Hugenschmidt)

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