Apple enttäuscht mit iPad-Absatz

26. Oktober 2012, 09:23
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Der Computerhersteller aus Cupertino wächst weiterhin stark, doch Beobachter hatten bessere iPad-Verkaufszahlen erwartet. Während Konkurrent Samsung hochprofitabel ist, rutschte Amazon in die roten Zahlen.

Der Computerhersteller aus Cupertino wächst weiterhin stark, doch Beobachter hatten bessere iPad-Verkaufszahlen erwartet. Während Konkurrent Samsung hochprofitabel ist, rutschte Amazon in die roten Zahlen.
Apple hat für das vierte Quartal des Geschäftsjahres Zahlen veröffentlicht, die bei jedem anderen Unternehmen ein Feuerwerk an der Börse ausgelöst hätten (siehe Tabelle in der Desktop-Version). Während der Gesamtumsatz um 27 Prozent auf 36 Milliarden Dollar wuchs, legte Apple beim Nettogewinn um 24 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar zu. Doch die Börsianer waren trotz dem enormen Wachstum bei Umsatz und Gewinn enttäuscht von den iPad-Absatzzahlen.
14 Millionen iPads gingen in den drei vergangenen Monaten über den Ladentisch, und damit weniger als im Vorquartal und auch weniger als allgemein erwartet. Schon die Tatsache, dass Apple Anfang dieser Woche eine neue Version des klassischen iPads lancierte, deutete darauf hin, dass Apple mit den Absatzzahlen des erst im Frühjahr lancierten iPad 3 nicht zufrieden war. CEO Tim Cook meinte jedoch, Apple sei total zufrieden mit dem iPad-Absatz.
Bei den Macs stagnierte die Absatzzahl gar bei knapp 5 Millionen Geräten. Cashcow von Apple bleibt aber nach wie vor das iPhone. Insgesamt verkaufte Apple 26,9 Millionen Smartphones im vergangenen Quartal. Nach Stückzahlen entspricht dies einem Zuwachs um 58 Prozent. Das neue iPhone 5 ging erst am 21. September und damit kurz vor dem Ende des Quartals in den Verkauf.
Heisse Weihnachts-Saison
Konkurrent Samsung konnte ebenfalls einen grossen Gewinn ausweisen, beflügelt von den Verkaufszahlen des Galaxy-Smartphones. Der Betriebsgewinn wuchs um 90 Prozent auf umgerechnet 6,9 Milliarden Franken. Schlechter verkauften sich jedoch die Speicherchips. Amazon, im Bereich der kleineren 7-Zoll-Tablets und im Bereich der Online-Stores ein grosser Konkurrent von Apple, musste hingegen einen Verlust von 274 Millionen Dollar hinnehmen. Grund dafür ist eine Abschreibung auf die Beteiligung an LivingSocial. Der Umsatz von Amazon wuchs derweil um 27 Prozent auf 13,81 Milliarden Dollar.
Apple, Samsung und Amazon stehen nun vor einer heissen Weihnachts-Saison, denn mit Microsoft ist ein neuer Akteur im stark wachsenden Markt für Tablets eingestiegen. (mim)

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