Apple hat 1,5 Milliarden Dollar an Schweizer App-Entwickler bezahlt

15. Juni 2018, 10:00
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Für einmal macht Apple aus seinem Konzernherzen keine Mördergrube und gibt freimütig Zahlen preis.

Für einmal macht Apple aus seinem Konzernherzen keine Mördergrube und gibt freimütig Zahlen preis. Die Absicht des iPhone-Herstellers liegt auf der Hand: Man will seinen Nutzen für die Gesellschaft unter Beweis stellen. Dennoch bieten die Zahlen einige interessante Einblicke in den Konzern und sein Biotop.
Im letzten Jahr habe man über zehn Milliarden Euro bei mehr als 4300 europäischen Zulieferern ausgegeben, schreibt Apple. Seit der Einführung des App Stores vor zehn Jahren hätten Entwickler zudem weltweit rund 20 Milliarden Euro mit App-Store-Verkäufen erwirtschaftet.
Man sei ohnehin ein "Wachstumsmotor" und habe in Europa über 1,7 Millionen Jobs "ermöglicht". 22'000 Personen arbeiteten bei Apple in 19 Ländern – 13'000 davon als Call-Center-Mitarbeiter. Derweil sind laut Apple rund 170'000 Menschen bei Zulieferern beschäftigt.
Die übrigen fast 1,6 Millionen europäischen Arbeitsplätze seien im Ökosystem des App Stores entstanden, so Apple gestützt auf eine Studie des amerikanischen Think-Tanks Progressive Policy Institute. Anfang 2016 gab das Unternehmen für Europa noch 1,2 Millionen Arbeitsplätze in der iOS-App-Economy an.
Die Schweizer Zahlen
Auch für die Schweiz hat Tim Cooks Konzern die entsprechenden Zahlen veröffentlicht: So beschäftige man hierzulande 600 Mitarbeiter, in welchen Bereichen, teilt das Unternehmen aber nicht mit.
Im iOS-App-Ökosystem seien in der Schweiz 28'000 Arbeitsplätze entstanden. Als Beispiele für Schweizer Entwicklungen werden die Apps von Meteo Schweiz, Swiss und SBB sowie das Game Football Strike angeführt.
Über 1,5 Milliarden Dollar habe Apple an Schweizer App-Entwickler fliessen lassen, seit der App Store 2008 lanciert worden ist.
Der nach Marktkapitalisierung grösste Konzern der Welt zählt in der Schweiz 237 Zulieferer. Was diese herstellen und liefern, gibt Apple allerdings nicht bekannt. Unter der Kategorie wird allerhand gefasst: Von der Produktion von Komponenten über Vertrieb, Lieferung und Einzelhandel bis zum Bauwesen und Gebäudemanagement. In den jüngsten Veröffentlichungen wird lediglich darauf hingewiesen, dass die Apple Watch mit Präzisionsmaschinen zum Metallschneiden aus der Schweiz gefertigt werde. (ts)

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