Apple-Partner Foxconn erleidet massiven Gewinneinbruch

30. August 2011, 09:41
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Der weltgrösste Elektronik-Auftragsfertiger Hon Hai Precision Industry Co.

Der weltgrösste Elektronik-Auftragsfertiger Hon Hai Precision Industry Co., besser bekannt unter dem Namen Foxconn, hat im ersten Halbjahr 2011 beim Umsatz zwar konsolidiert um 26,4 Prozent zugelegt, aber 21,2 Prozent des Nettogewinns im Vergleichszeitraum des Vorjahres eingebüsst, wie das Unternehmen mitteilte.
Nicht konsolidiert ist der Nettogewinn des Produktionspartners von Apple (iPod, iPhone und iPad), und Sony (PlayStation und LCD-Fernseher) und vielen anderen Markenherstellern in den sechs Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich von 34,74 auf 27,38 Milliarden New Taiwan Dollar (NT Dollar oder auch kurz Yuan) oder umgerechnet 645,5 Millionen Schweizer Franken nach unten gegangen. Konsolidiert ergab sich ein Gewinneinbruch von 18,58 Prozent auf 27,34 Milliarden NT Dollar. Dabei ist der Nettoumsatz konsolidiert von 1,2 auf 1,52 Billionen NT Dollar (35,84 Mrd. CHF) nach oben gegangen.
Wie viele andere Lohnfertiger leidet auch Hon Hai unter einer schwindenden Marge, obwohl diese mit 7,3 Prozent gegenüber 8,4 Prozent vom Vorjahr immer noch beachtlich zu sein scheint für die Branche. Andere Auftragsfertiger haben mit viel geringeren Margen zu kämpfen.
Im zweiten Quartal 2011 hat das Unternehmen mit umgerechnet 18,53 Milliarden CHF 7,77 Prozent mehr umgesetzt als in den ersten drei Monaten des Jahres. Der Nachsteuer-Nettogewinn in dem Quartal ist aber trotz leicht verbesserter Marge um 9,84 Prozent auf 305,5 Millionen CHF nach unten gerutscht. Wie die chinesischsprachige 'Economic Daily News' (Jingji Ribao) schreibt, hat der Gewinn pro Aktie (EPS) folglich mit 1,09 Yuan einen neuen historischen Tiefststand erreicht hat. Im dritten Quartal 2010 war der EPS mit 2,18 Yuan (5,14 Rappen) je Aktie noch doppelt so hoch.
Als Gründe für den Gewinneinbruch im zweiten Quartal nennt die Unternehmensführung unter anderem die übliche saisonale Schwäche und die allgemein schwierige Weltwirtschaftslage. Am schwersten belastet war der Gewinn aber durch Zahlung von Einkommenssteuer, wodurch sich die Abgabe im Vergleich zum ersten Quartal auf 7,904 Milliarden NT Dollar (186,35 Mio. CHF) mehr als verdreifacht habe. (Klaus Hauptfleisch)

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