Apple runter, Microsoft rauf: Nasdaq-100 wird umgemodelt

5. April 2011, 09:29
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Die Nasdaq, die grösste elektronische Börse der USA, wird heute eine Änderung der Berechnungsregeln für den "Nasdaq-100"-Index bekannt geben, wie das 'Wall Street Journal' berichtet.

Die Nasdaq, die grösste elektronische Börse der USA, wird heute eine Änderung der Berechnungsregeln für den "Nasdaq-100"-Index bekannt geben, wie das 'Wall Street Journal' berichtet. Die Änderung soll am 2. Mai in Kraft treten. Der grosse "Gewinner" ist dabei Microsoft, der "Verlierer" Apple.
Bei der gegenwärtig verwendeten Formel für den Index, so das 'Wall Street Journal', beeinflusst der Kurs der Apple-Aktien alleine den Index zu mehr als 20 Prozent. Auch wenn Apple mit einem geradezu explodierenden Aktienkurs der grosse Gewinner der letzten Jahre ist, ist die Jobs-Company damit im Verhältnis zu ihrem Börsenwert nun deutlich überrepräsentiert. Apple ist anhand des Aktienkurses beispielsweise gegenwärtig rund doppelt soviel wert, für den Index aber fünfmal wichtiger als Google.
Nach der Änderung der Berechnungsformel soll die Gewichtung der im Nasdaq-100 vertretenen Unternehmen wieder näher an ihren gegenwärtigen Börsenwertverhältnissen liegen. Apple soll den Index danach noch zu 12,3 Prozent beeinflussen. Neben Apple werden allerdings auch 81 weitere Firmen "abgewertet". 18 Unternehmen werden hochgestuft, darunter einige der grössten IT-Unternehmen neben Apple. Der Einfluss der Microsoft-Aktie wird beinahe verdreifacht, von 3,4 auf 8,3 Prozent. Auch das Gewicht der Aktien von Oracle, Intel und Google wird deutlich erhöht.
Der Nasdaq-100 ist der bekannteste Börsenindex für Technounternehmen und Grundlage für viele Indexfonds. Die Korrektur der Berechnungsformel könnte damit auch einen indirekten Einfluss auf den Aktienkurs der genannten Unternehmen haben, glaubt das 'Wall Street Journal'. Im Falle von Apple beispielsweise könnte Druck auf die Fondsmanager entstehen, Apple-Aktien in grösseren Mengen abzustossen. (hjm)

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