Apple schwächelt erneut

27. Juli 2016, 09:54
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Zum zweiten Mal in Folge präsentiert der erfolgsverwöhnte iPhone-Hersteller sinkenden Umsatz und weniger Gewinn.

Zum zweiten Mal in Folge präsentiert der erfolgsverwöhnte iPhone-Hersteller sinkenden Umsatz und weniger Gewinn.
Sieben Millionen weniger iPhones, eine Million weniger iPads und eine halbe Million weniger Macs, so die Quartalsbilanz von Apple. Im dritten Geschäftsquartal 2016, das Apple am 25. Juni 2016 beendete, erzielte der Hersteller einen Gesamtumsatz von 42,36 Milliarden US-Dollar. Dies sind fast 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit verzeichnet der erfolgsverwöhnte iPhone-Hersteller zum zweiten Mal in Folge und zum zweiten Mal überhaupt einen schrumpfenden Umsatz. Der Gewinn ging gar um 27 Prozent auf 7,80 Milliarden Dollar zurück. Vergangenes Jahr waren es noch 10,7 Milliarden Dollar.
In Europa ging der Umsatz von 10,3 Milliarden Dollar um knapp sieben Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar zurück. Den grössten Umsatzrückgang verbuchte der Konzern im Grossraum China. Dort brach der Umsatz um ein Drittel ein und betrug noch 8,85 Milliarden Dollar im Vergleich zu 13,23 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.
Günstige iPhones lassen Umsatz schrumpfen
In den vergangenen drei Monaten verkaufte Apple noch etwas über 40 Millionen iPhones. Dies sind 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Unter anderem wegen dem günstigeren iPhone SE schrumpfte der Umsatz aus den iPhone-Verkäufen um 23 Prozent auf rund 24 Milliarden Dollar. Damit sank auch der Anteil der iPhone-Umsätze am Gesamtgeschäft von zuletzt rund zwei Dritteln auf 56 Prozent.
Der Smartphone-Markt kühlt sich generell ab. Der Marktforscher Gartner erwartet für das laufende Jahr einen Absatz von 1,5 Milliarden Stück, was mit einem Wachstum von sieben Prozent im Vergleich zu 2015 ein deutlich geringerer Anstieg ist, als in den Jahren zuvor. Wachstum kommt insbesondere aus den Schwellenländern, wo günstigere Geräte gefragt sind. Vermutlich im September bringt Apple eine neue iPhone-Generation auf den Markt, wie die jüngsten Spekulationen vermuten lassen. Doch Analysten zufolge, wird das nächste Smartphone kein grosses Update zu den aktuellen Geräten sein, weshalb keine grossen Absatz-Sprünge zu erwarten seien, schreibt das 'Wall Street Journal'.
Mehr Umsatz mit iPads und Software
Obwohl Apple um neun Prozent weniger iPads als noch ein Jahr zuvor verkaufte, stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Das teurere iPad Pro verhalf dem Konzern somit zum ersten Umsatzwachstum in zehn Quartalen in dieser Sparte. Wie Apple weiter mitteilt, erzielte der Konzern im vergangenen Quartal einen Rekord-Umsatz im Services-Bereich. Die Einnahmen aus dem App Store stiegen um 19 Prozent auf fast sechs Milliarden US-Dollar.
Der Umsatz mit den "anderen Geräten", wozu Apple TV und die Smartwatch gehören, sank um 16 Prozent. Jüngsten Zahlen von IDC zufolge brach der gesamte Smartwatch-Markt im zweiten Quartal ein. Insgesamt gingen die Verkäufe um 36 Prozent zurück. Apple soll laut IDC noch 1,6 Millionen smarte Uhren verkauft haben, während es vergangenes Jahr noch 3,6 Millionen waren. (kjo)

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