Apple und Google: Corona-Kontakt­warnungen ohne App

2. September 2020, 14:23
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Die nationalen Corona-Apps soll es nicht mehr brauchen, aber Regierungen geben trotzdem die Regeln vor.

Apple und Google wollen Regierungen die Möglichkeit geben, eine Corona-Warn-Infrastruktur auf Smartphones auch ohne spezifisch dafür entwickelte App aufzusetzen. Zu diesem Zweck habe sie eine überarbeitete Version ihres Corona-Tracing-Frameworks entwickelt und nun vorgestellt.
Die Entwicklung nationaler Apps werde dadurch überflüssig, so die beiden IT-Riesen. Nationale Gesundheitsbehörden aus Ländern, die teilnehmen möchten, könnten stattdessen nur noch eine Konfigurationsdatei an Apple oder Google schicken. Darin kann beispielsweise festgelegt werden, wie die Kriterien für einen gefährlichen Kontakt definiert werden und welche Anweisungen Personen erhalten, die möglicherweise einen gefährlichen Kontakt hatten. Das überarbeitete Framework generiert daraus dann selbst die Anwendung, die direkt ins OS integriert wird.
Nur Anwender in teilnehmenden Ländern sollen die Frage angezeigt erhalten, ob sie die Contact-Tracing-Option aktivieren möchten.
In den USA wollen die Bundesstaaten Maryland, Nevada, Virginia sowie Washington, D.C das Feature als erste nutzen. Ob auch europäische Länder folgen, ist noch unklar.
Apple hat das neue Framework in die eben freigegebene iOS-Version 13.7 integriert. Google wird es laut Apple später in diesem Monat für Smartphones ab Version 6 bereitstellen.

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