Apple verdient sich goldene Nase

26. April 2007, 08:56
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So profitabel wie sonst nur Softwarehersteller.

So profitabel wie sonst nur Softwarehersteller.
Apple hat im ersten Quartal dieses Jahres, dem zweiten Quartal seines Geschäftsjahrs 2007 nicht nur seinen Umsatz deutlich steigern, sondern auch einen klar über den Prognosen liegenden Reingewinn einfahren. Der Umsatz lag mit 5,26 Milliarden Dollar 21 Prozent höher, als im gleichen Quartal des Vorjahrs. Und der Reingewinn verdoppelte sich beinahe von 410 Millionen auf 770 Millionen Dollar.
Rundum stöhnen Hersteller über die tiefen Margen im Hardware-Geschäft. Bei Apple scheint mit seiner "hoher Preis für besonderes Design"-Strategie solche Probleme nicht zu kennen: Das Unternehmen konnte seine damals schon sehr hohe Bruttomarge von 29,8 Prozent im Vorjahresquartal auf nunmehr 35,1 Prozent treiben. Viele andere Hardwarehersteller dürften da vor Neid grün im Gesicht werden. Ein Analyst kommentierte im 'Wall Street Journal' trocken: "Das ist eine Hardware-Company mit Softwaremargen".
Interessant ist, dass gegenwärtig vor allem das traditionelle Geschäft mit den Mac-Computern die Apple Umsätze in die Höhe treibt. Auch bei den iPods konnte Apple zwar eine weitere imposante Absatzsteigerung um 24 Prozent verbuchen, der mit den iPods erzielte Umsatz wuchs aber nur um ein Prozent auf 1,69 Milliarden Dollar. Hier wirkt sich aus, dass zunehmend mehr der günstigeren Modelle verkauft werden.
Ganz anders ist die Situation bei den Macs, wo sich der Umstieg auf Intel-CPUs für Apple insbesondere im Notebook-Bereich auszahlt. Apple setzte im aktuellen ersten Quartal 79 Prozent mehr Notebooks ab als vor einem Jahr und steigerte den Notebook-Umsatz um 83 Prozent. Während die Situation vor einem Jahr noch umgekehrt war, verkauft Apple inzwischen deutlich mehr Notebooks als Desktops. Vor allem da die Notebooks im Schnitt auch etwas teurer verkauft werden, konnte Apple bei insgesamt 36 Prozent mehr verkauften Macs den Umsatz daraus überproportional um 44 Prozent auf 2,27 Milliarden Dollar steigern.
Apple brachte aber auch das Kunststück fertig, den durchschnittlichen Verkaufspreis sogar im Desktop-Bereich (inklusive Server) wieder in die Höhe zu treiben. Apple konnte zwar nur 2 Prozent mehr Desktop PCs verkaufen, der Umsatz stieg aber um 10 Prozent. (Hans Jörg Maron)

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