Apple wechselt ins Intel-Imperium

7. Juni 2005, 08:24
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Aber das Mac-OS bleibt "Apple-only"

Aber das Mac-OS bleibt "Apple-only"
Die Gerüchte der letzten Wochen haben sich bestätigt: Apple verabschiedet sich von IBMs PowerPC-Chips und baut die Zukunft seiner Macintosh-Computer auf Intel-CPUs, wie Apple-CEO Steve Jobs gestern Nacht bestätigte. Die ersten Macs mit "Intel inside" sollen in rund 12 Monaten auf den Markt kommen. Bie Ende 2007 sollen dann alle Macs mit Intel-Chips ausgerüstet sein.
Jobs begründete den Wechsel mit den besseren Zukunftsaussichten der Intel-Chips. Es gebe eine Menge aufregende Dinge, die Apple in den nächsten Jahren bauen wolle, aber "wir wissen nicht, wie wir sie mit den Chips auf dem PowerPC-Fahrplan bauen sollten." Insbesondere krtitisierte Jobs den für Notebooks ungeeigneten Stromhunger der IBM-Chips, die auch in absehbarer Zukunft verglichen mit den Intel-CPUs nur etwa einen Fünftel der Leistung pro Watt bringen würden.
Adobe und Microsoft, die beiden wichtigsten Softwarehersteller für Macintosh, begrüssten umgehend den Entschluss von Apple. Für Softwareentwickler, die nun ihre Mac-Applikationen umschreiben müssen, bringt Apple ein "Developer Transition Kit" heraus. Dieses ist ab sofort erhältlich und besteht aus einem Entwicklungssystem sowie Preview-Versionen von Apples eigener, auf Intel lauffähiger Software.
Intel-kompatibel wird nun natürlich auch das nächste geplante Betriebssystem ("Leopard") sein, das Ende 2006 oder Anfangs 2007 herauskommen soll. "Leopard" wird allerdings trotzdem fest an die Apple-Hardware geknüpft sein. "Wir werden es nicht erlauben, dass die Leute unser OS auf irgendetwas anderem als einem Apple-Mac benützen", versicherte Apples Senior Vice President Phil Schiller gestern.
Der umgekehrte Weg soll allerdings offen stehen: Windows wird auf Macs lauffähig sein und Apple will gemäss Schiller keine technischen Gegenmassnahmen treffen. Windows wird aber sicher nicht zusammen mit Macs verkauft werden und es wird auch keinen Support für "Windows auf Mac" geben. (Hans Jörg Maron)

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