Apple will mit Preis-Leistung, Games und TV mehr Geld verdienen

11. September 2019, 11:30
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Noch tragen iPhones bei Apple fast 50 Prozent des Umsatzes bei.

Noch tragen iPhones bei Apple fast 50 Prozent des Umsatzes bei. Aber der Umsatz mit ihnen schrumpft seit drei Quartalen. Dasselbe gilt für den Smartphone-Markt allgemein, Gartner rechnet 2019 total mit 1,7 Milliarden verkauften Smartphones weltweit (minus 3,8 Prozent). Der weltweite Apple-Marktanteil liegt noch bei zehn Prozent.
Der Markt gilt laut Medien als gesättigt, zumindest bis die 5G-Modelle dies ändern könnten. Aber diese kommen nicht heute, und es wird anhand der neuen Apple-Produkte deutlich, dass der Konzern sein Heil immer stärker im Services-Bereich sucht.
Im Bereich Hardware enthüllte der Konzern natürlich ein Trio von iPhones mit Standardverbesserungen wie längeren Akku-Laufzeiten. Auffällig ist aber vor allem ein preiswerteres Modell. Und Apple hat den Preis für dieses iPhone 11 sogar gesenkt im Vergleich zum Vorjahresmodell. Dies im Unterschied zur Vergangenheit und vermutlich, um den schleppenden Verkauf speziell in China anzukurbeln. "Value" und nicht rein "Premium", so lautet der Grundgedanke dahinter, auch wenn die weiteren zwei neuen Modelle im normalen obersten Preissegment zu finden sind. Deren Innovationen begeistern die Analysten und Marktforscher laut 'Wall Street Journal' oder 'Reuters' aktuell aber nicht. Es muss sich zeigen, ob die Apple-User tatsächlich bereit sind, für diese ihr heutiges Modell aufzugeben.
Gleichzeitig verdeutlicht Apple die Strategie, immer mehr Software und Services zu verkaufen. In diesem Bereich kündigte man detaillierte Pläne für den Einstieg in den Video-Streaming-Markt an und "ein Angebot, das billiger ist als das der Konkurrenten", wie das 'Wall Street Journal' festhält. Offenbar rechnet sich Apple gute Chancen mit "TV+" aus, um gegen Netflix und Co. relevante Marktanteile zu erobern. Zum Launch gibt es eine neue Serie mit Reese Witherspoon und Jennifer Aniston.
Nicht zu vergessen sind in diesem Bereich eine neue Games-Plattform ("Apple Arcade") und eine Kreditkarte ("Apple Card").
Das zweite wichtige Diversifizierungs-Segment sind Wearables wie die Apple Watch. Diese Sparte sei inzwischen "grösser als 60 Prozent der Fortune-500-Unternehmen", sagte Konzern-Chef Tim Cook dazu. Und sie soll angekurbelt werden unter anderem mit Preissenkungen um rund 30 Prozent bei den älteren Series-3-Modellen, so die US-Medien. Die Frage ist aber noch nicht beantwortet, ob Apple die drohenden Zölle auf in China gefertigte Produkte an Kunden weitergibt oder nicht.
Apple könnte die zusätzlichen Kosten von Zöllen absorbieren, ohne die Margen zu senken, da die Storagepreise in den letzten Jahren gefallen sind und ein Polster bieten, sagten Analysten laut 'Wall Street Journal'.
Die Mehrheitsmeinung von Marktforschern und Analysten scheint zu lauten: Die Kombination aus "Billig-Hardware" und den neuen Services wie Apple Arcade und TV+ wird helfen, das Wachstum im Services-Bereich zu erhöhen. (mag)

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