Apples iPhone-Software-Laden ein Grosserfolg

12. August 2008, 16:37
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Apple scheint den Erfolg mit dem Online-Musikladen für die iPods nun mit Software für das iPhone zu wiederholen.

Apple scheint den Erfolg mit dem Online-Musikladen für die iPods nun mit Software für das iPhone zu wiederholen.
Seit der Eröffnung des Online-Ladens "App Store" für iPhone-Software vor einem Monat wurden 60 Millionen Programme (!) heruntergeladen. Dies sagte Apple-Chef Steve Jobs gestern in einem Interview. Und obwohl die Autoren und Apple die meisten Programme verschenken, sind die Umsätze bereits beträchtlich. Apple hat in nur einem Monat einen Umsatz von 30 Millionen Dollar generiert - Jobs glaubt sogar, dass es ein Milliarden-Geschäft werden könne. Apple bezahlt den Software-Autoren 70 Prozent der Erträge als Honorar aus.
Damit scheint es dem US-Hersteller von edlen Computern, Betriebssystemen und Musikabspielgeräten zu gelingen, den riesigen Erfolg mit dem iTunes-Musikladen zu wiederholen.
Kundenansturm trotz (oder wegen?) Kritiken?
Dabei hatte Apples übliche Geheimniskrämerei um den Software-Laden für das schicke Mobiltelefon, das dank gutem Bildschirm und Betriebssystem eben viel mehr ist, für viel Aufregung in der eifrigen Schar der "iPhone-Beobachter" gesorgt.
Erst kritisierte man, dass bestimmte Programme ohne weitere Erklärung aus dem "App Store" verschwanden.
Dann entdeckte der Programmierer Jonathan Zdziarski, dass es auf jedem iPhone einen Link auf eine "schwarze Liste" von iPhone-Applikationen gibt. Man argwöhnte dann (grosse Aufregung!), dass Apple diese Funktion dazu benützen könnte, unliebsame Programme auf dem Mobiltelefon ferngesteuert abzuschalten. Steve Jobs sagte gegenüber dem 'Wall Street Journal', dass eine solche Funktion tatsächlich existiere. Apple benötige dies, um versehentlich verbreitete, bösartige Software, die beispielsweise private Daten stehle, nachträglich unschädlich machen zu können.
iPhone als Spielkonsole und Medikamentenverzeichnis
Wie breit das Spektrum an Software-Entwicklern schon ist, die für das iPhone programmieren, zeigen zwei Beispiele. So verkaufte Sega gemäss 'Wall Street Journal' mehr als 300'000 ein Spiel namens 'Super Monkeyball'. Das Spiel kostet in den USA 9.99 Dollar. 125'000 Mal wurde ein Medikamentenverzeichnis für Ärzte der Firma Epocrates heruntergeladen.
Apple scheint mit dem iPhone und dem "App Store" genau zum richtigen Augenblick auf den Markt getreten zu sein. (Christoph Hugenschmidt)

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