Arbeitgeber Web 2.0-mässig anschwärzen (oder loben)

13. Juni 2007, 12:26
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    Letzte Woche ist eine neue deutschsprachige Website online gegangen, die, wenn sie zum Erfolg wird, Arbeitgebern einiges Kopfzerbrechen bereiten könnte.

    Letzte Woche ist eine neue deutschsprachige Website online gegangen, die, wenn sie zum Erfolg wird, Arbeitgebern einiges Kopfzerbrechen bereiten könnte. Auf Kununu.com können Arbeitnehmer sie bewerten, so dass Jobsuchende ungefilterte und authentische Informationen über einen möglichen zukünftigen Arbeitgeber finden sollen.
    Die Benotung erfolgt nach verschiedenen Kriterien wie "Chefs", "Kollegen", "Tätigkeiten", "Betriebsklima", "Kommunikation", "Gleichstellung Mann-Frau" usw. und ist völlig anonym – zur Anmeldung ist nur eine funktionierende E-Mail-Adresse notwendig.
    Bei dieser Anonymität bzw. der Seriösität und Motivation der Bewertenden dürfte wohl auch ds Hauptproblem von Kununu liegen (Der Name kommt übrigens aus dem Suaheli und beudetet "unbeschriebenes Blatt".) Die Betreiber betonen zwar, dass Kununu kein "Hetzforum" sei, aber Arbeitnehmer, denen gerade eine grosse Laus auf der Leber sitzt, dürfte am ehesten motiviert sein, Bewertungen abzugeben. Und auf der anderen Seite können natürlich auch Arbeitgeber ziemlich einfach ihre Bewertungen etwas "realistischer gestalten".
    Naturgemäss finden sich momentan noch wenige bewertete Firmen auf der Site. Unter den fünf Unternehmen aus der Schweiz fanden wir aber immerhin auch eines aus der IT-Industrie: Der Verbrauchmaterial-Disti Ecomedia muss sich zwar als Arbeitgeber der Evang.-ref. Kirchgemeinde von Uster beugen, liegt aber deutlich vor Holcom White und Swarovski.
    Aber bitte nicht Ernst nehmen: Alle Firmen haben erst gerade eine Bewertung. (Und unsere Huron AG läuft ausser Konkurrenz – die fantastische Note wurde natürlich nur zu Testzwecken vergeben.) (hjm)

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