Ariel Lüdi: "Wir sind ein Riesenerfolg, den niemand kennt"

16. November 2007, 13:07
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hybris?

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Wenn Sie den Namen "hybris" im IT-Geschäft nicht recht einordnen können, sind Sie nicht allein. Das sieht auch Ariel Lüdi, der Schweizer Chef des deutschen Softwareunternehmens hybris so: "Eigentlich sind wir ja eine riesige Erfolgsstory", meinte er im Gespräch mit inside-it.ch, "die aber niemand kennt." Neben dem Gewinn von mittlerweile über 1000 Kunden, darunter bekannte Namen wie Neckermann, Virgin (Virgin megastores) oder Puma verweist Lüdi als Beleg der "Erfolgsstory" auch auf die wachsende Anerkennung des Unternehmens durch internationale Marktforscher, auf deren Horizont hybris immer stärker auftauche.
Das sichbarste Zeichen dafür ist die kürzliche Aufnahme von hybris in den "magischen Quadranten" von Gartner zum Bereich "Product Information Management." Dass hybris in diesem magischen Quadranten noch nicht sehr vorteilhaft positioniert ist, kratzt Lüdi nicht. Er findet es "einfach genial" dass man als immer noch kleiner Softwarehersteller überhaupt darin vetreten sei, im Gegensatz zu einigen hundert anderen Unternehmen, die weltweit in dem Bereich tätig sind und zusammen mit Riesen wie SAP, IBM oder Oracle.
Verglichen mit diesen Riesen, mit denen hybris im Wettbewerb steht, sei die geringe Grösse des Unternehmens beziehungsweise die früher bescheidene Kundenzahl auch ein Vorteil gewesen, meint Lüdi. Dadurch habe man es sich leisten können, schon zwei Mal einen "Marschhalt" durchzuführen und die Software auf eine ganz neue technologische Plattform zu bringen. Mittlerweile, so räumt er auch ein, wären solche technologischen Sprünge aber angesichts der gestiegenen Kundenzahl auch für hybris nicht mehr in dieser Art machbar.
hybris stellt eine Plattform für "Product Information Management" her. In dieser zentralen Datenbank werden alle Informationen zu einem bestimmten Produkt gesammelt und können dann einheitlich für die verschiedenen Kommunikationskanäle wie Online-Shops, Kataloge, CDs usw. genutzt werden.
hybris wurde 1997 gegründet und beschäftigte sich ursprünglich mit Online-Shop-Software. Der Anstoss zum Aufbau einer PIM-Plattform entstand aus einem Projekt bei Bechtle, erzählt Lüdi. Aus dem Projekt wurde also ein Produkt. Ähnlich gehe man heute noch vor, wenn es um Zusatzfunktionen und Module zur Standardplattform gehe. So habe zum Beispiel Virgin den Wunsch gehabt, spezielle Aktionen über die PIM-Plattform abbilden zu können, was inzwischen zu einem Standard-Zusatzmodul für Promotionen geführt habe.
hybris beschäftigt momentan insgesamt rund 50 Mitarbeitende. Zum Umsatz wollte sich Lüdi nicht äussern. Trotz der mangelnden allgemeinen Bekanntheit reiche aber "Mund zu Mund"-Propaganda bei potentiellen Kunden momentan noch aus, um für ein kräftiges Wachstum zu sorgen: Lüdi schätzt es auf 50 bis 70 Prozent in diesem Jahr. Zu den neuen Kunden, die hybris und seine Partner in der Schweiz im letzten Jahr gewinnen konnten, gehören unter anderem Athleticum, dobi, Freitag, renault Schweiz und Intershop/Microspot. (Hans Jörg Maron)

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