Armee gut gegen Cyberangriffe geschützt, glaubt Blattmann

12. Juli 2016, 08:54
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Trotzdem sollen hunderte Millionen Franken ausgegeben werden.

In den nächsten Jahren sollen trotzem hunderte Millionen Franken für die Stärkung der Cyberfront ausgegeben werden.
Die Schweizer Armee ist laut Aussagen von Armeechef André Blattmann gut geschützt vor Cyber-Angriffen. Doch nach der Spionage-Attacke auf die RUAG behalte der Kampf gegen potenzielle Bedrohungen von kritischen Infrastrukturen Vorrang, sagte Blattmann.
Über 30'000 Computer des Netzes der Armee seien nach dem Angriff auf den bundeseigenen Rüstungskonzern RUAG überprüft worden, führte der Ende Jahr abtretende Armeechef am Montag in Genf vor Medienvertretern aus. Ein Virus sei nicht gefunden worden.
Die RUAG selbst hatte nach dem Angriff angekündigt, das Geschäftsfeld Cybersicherheit trotz der Blamage schneller auszubauen als bisher und über die nächsten Jahre "mehrere Dutzend Millionen Franken zu
investieren". Für die Armee seien für diese Front sogar "Hunderte
Millionen Franken" vorgesehen, wie Blattmann ausführte.
Terrorismus und Angriffe gegen kritische Infrastrukturen in der Schweiz sind nach Auffassung von Blattmann die Hauptbedrohung in der Schweiz. Von diesen Infrastrukturen und auch von Einrichtungen für digitale Transaktionen sei die Schweiz in hohem Ausmass abhängig.
Kurz vor seinem Rücktritt mochte Blattmann nicht viel Anstoss nehmen an Polemiken in den Medien rund um seine Person. Wenn es ihm gelungen sei, über Sicherheit und Bedrohungen zu sprechen und die Bevölkerung zu sensibilisieren, sei er zufrieden, sagte er. Er habe dazu beigetragen, die Armee voranzubringen. (sda/hjm)

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