Arques findet Actebis-Kauf einen Fehler

3. Juli 2008, 12:13
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Investor Arques will den paneuropäischen Distributor und Also-Konkurrenten auf jeden Fall noch dieses Jahr abstossen.

Investor Arques will den paneuropäischen Distributor und Also-Konkurrenten auf jeden Fall noch dieses Jahr abstossen.
Als die Beteiligungsgesellschaft Arques, die auf Firmensanierung spezialisiert ist, vor einem Jahr den paneuropäischen Distributoren Actebis übernahm, haben sich manche gewundert. Immerhin bezahlte Arques 110 Millionen Euro. Arques pflegt Firmen zu sanieren, eventuell auch zu zerschlagen und neu zu bündeln und dann zu einem Mehrfachen des Kaufpreises zu verscherbeln. Wie dies bei Actebis möglich gemacht werden sollte, war und ist aber höchst unklar. Arques wollte Actebis dieses oder nächstes Jahr an die Börse bringen. Doch sind die Anleger heute noch so dumm, einen Distributor für mehrere hundert Millionen Euro zu kaufen?
Dass es da Fragen gibt, scheint man nun sogar bei Arques gemerkt zu haben. So sagte Arques-Chef Michael Schumann zum 'Handelsblatt', man würde aus heutiger Sicht Actebis nicht mehr kaufen. Arques wolle Actebis noch 2008 entweder per Börsengang oder dann halt über einen Verkauf los werden. Es gebe "reges Interesse" an Actebis, behauptete Schumann gegenüber Reuters.
Schumann ist übrigens bereits der dritte Boss von Arques seit dem Kauf von Actebis. Der Kurs der Aktie von Arques stürzte seit der Übernahme von Actebis um volle 80 Prozent ab. Daran war aber nicht nur der Actebis-Deal schuld. Arques musste ein anderes Investment in Konkurs gehen lassen. (hc)

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