Aschewolke hat PC-Verkaufszahlen für den Channel beeinträchtigt

26. Mai 2010, 12:38
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Dämpfer auch in der Schweiz.

Dämpfer auch in der Schweiz.
Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull, die den europäischen Luftverkehr im vergangenen April weitgehend lahmgelegt hat, machte auch dem europäischen IT-Channel zu schaffen. Dies aufgrund von Lieferverzögerungen und des Geschäftsreiserückgangs. Laut dem IT-Marktforscher Context wurden dadurch Face-to-Face-Meetings verschoben und weniger Deals abgeschlossen. Context registriert die Verkäufe von Desktops, Notebook, x86-Server, Workstations und Tablet-PCs in 14 europäischen Ländern.
Wie Context in einer Mitteilung schreibt, sind die Verkaufszahlen von PCs, die im April über den indirekten Handelskanal verkauft wurden, im Vergleich zum Vormonat gesunken – nachdem das erste Quartal bei den Channel-Verkaufszahlen für PCs vielversprechend gewesen war: So waren die PC-Umsätze via Distribution im ersten Quartal noch um 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Aufgrund des Vulkanausbruchs sank die Anzahl verkaufter Computer im April 2010 um 13,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Umsatzzahlen fielen im selben Zeitraum sogar um 14,3 Prozent, wobei es die Niederlande am schwersten traf. Dort gab es im April einen Sturz von 24,7 Prozent verglichen zum März.
Beim Vergleich der drei Top-Wirtschaftsländer Europas schnitt Grossbritannien mit einem Umsatzrückgang von 17,1 Prozent am Schlechtesten ab. Die Stückzahl-Verkäufe fielen dort im April um 15,3 Prozent. Auch in Frankreich und Deutschland gab es Umsatzeinbussen, diese waren im Vergleich zu Grossbritannien jedoch geringer. In Deutschland verzeichnete der Channel ein Umsatzrückgang von 6,2 Prozent (April, verglichen zum März). Frankreichs Umsätze im PC-Bereich fielen um 9,3 Prozent.
Sequentieller Rückgang auch in der Schweiz
Der Schweizer IT-Channel scheint ebenfalls unter den Auswirkungen des Vulkanausbruchs gelitten zu haben. Sequentiell (im Vergleich zum Vormonat) sanken die PC-Verkaufszahlen in der Schweiz im April um 12,4 Prozent. Die Umsätze sanken um 15 Prozent. Bei Context heisst es auf Anfrage, es gebe monatlich zwar immer Schwankungen, diese seien nun aber im Durchschnitt signifikanter gewesen.
Context geht davon aus, dass der europäische Markt im Mai wieder stark an Bewegung gewinnen wird. (Maurizio Minetti)

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