Ascom büsst Umsatz ein

17. Januar 2020, 12:49
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Nach einem "Rückschlag" 2019 will sich der Telekommunikations- und Dienstleistungsanbieter neu aufstellen.

Das Jahresergebnis 2019 sei ein "Rückschlag" für Ascom gewesen. Vergangenes Jahr ging der Umsatz um 8,5 Prozent auf 283 Millionen Franken zurück. Insbesondere die Nachfrage im OEM-Geschäft sei vergangenes Jahr stark rückläufig gewesen. Auch der Geschäftsgang in Nordamerika sei unbefriedigend verlaufen, teilt der Konzern mit. Positiv hingegen hätten sich die Regionen UK und Dach entwickelt.
Die Profitabilität sei tiefer ausgefallen. Dies liege einerseits am Umsatzrückgang sowie Einmaleffekten, darunter eine Rückstellung über rund 6 Millionen Franken für eine Restrukturierung.
Gemäss dem vorläufigen Ergebnis erwartet Ascom für das Jahr 2019 einen EBITDA nahe an der Gewinnschwelle. Der vollständige Geschäftsbericht wird am 5. März publiziert.

Organisation soll schlanker werden

Ascom habe sich zum Ziel gesetzt, die jährliche Kostenbasis um 10 bis 15 Millionen Franken zu senken. Der Verwaltungsrat habe beschlossen, per 1. Februar 2020 eine neue Konzernstruktur für Ascom einzuführen.
Ziel sei ein dedizierter Business-Fokus sowie eine schlanke und einfache Organisation, schreibt Ascom. Dazu habe das Unternehmen ein gruppenweites Transformations-Projekt initiiert.
Neu sollen die Managing Directors der wichtigsten Länder jeweils die End-to-End-Verantwortung für den Geschäftsgang tragen und direkt an CEO Jeannine Pilloud berichten.
Zudem werde auf Gruppenstufe ein Clinical Solution Team etabliert. Dieses soll klinische Lösungen in allen relevanten Märkten adressieren und unterstützen.

Änderungen im Verwaltungsrat

Zur nächsten Generalversammlung im April 2020 sind vier neue VR-Mitglieder vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um
  • Nicole Burth Tschudi, CEO Adecco Group Schweiz
  • Laurent Dubois, ehemaliger CEO GE Healthcare Partners
  • Michael Reitermann, ehemaliges Mitglied des Managing Boards Siemens Healthineers
  • Andreas Schönenberger, CEO Sanitas Group
Es handle sich um ausgewiesene Führungskräfte mit internationaler Erfahrung und Expertise in den Bereichen Professional Services, Gesundheitswesen und im Management von Transformationsprozessen, schreibt Ascom zu den vorgeschlagenen Verwaltungsräten.
Die noch amtierenden Mitglieder Harald Deutsch, Christina Stercken und Andreas Umbach werden an der kommenden Generalversammlung nicht zur Wiederwahl stehen.

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