Ascom erwartet rote Zahlen

31. Mai 2016, 09:12
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Der Technologiekonzern Ascom erwartet im ersten Halbjahr einen Verlust.

Der Technologiekonzern Ascom erwartet im ersten Halbjahr einen Verlust. Für das zweite Halbjahr zeigt sich Ascom in einer Mitteilung von gestern Abend aber zuversichtlich: Es werde operativ deutlich besser ausfallen als das erste.
Die kleinere Sparte Division Network Testing leide weiterhin unter dem schwierigen Marktumfeld und die Umsätze seien im Vergleich zur Vorjahresperiode rückläufig. Die Sparte werde rote Zahlen schreiben, so Ascom. Das Unternehmen erwartet einen Betriebsverlust (EBITDA) im mittleren einstelligen Millionen-Bereich in der Division Network Testing. Gleichzeitig zeigt sich Ascom zuversichtlich, dass Network Testing im zweiten Halbjahr zu profitablem Wachstum zurückkehrt.
Ascoms grössere Sparte, das Geschäft mit sicherer drahtloser Kommunikation (Wireless Solutions), ist zudem im ersten Halbjahr weniger profitabel. Die Division erwarte "eine flache Umsatzentwicklung", heisst es. Gleichzeitig fallen aber höhere Investitionen an, weshalb die Profitabilität tiefer ausfallen wird, wie Ascom weiter schreibt.
Der Konzern weist jedoch auf die Saisonalität des Geschäfts hin. Daher erwarte man für Wireless Solutions im zweiten Halbjahr ein "deutlich stärkeres Ergebnis". Rund 60 Prozent des Umsatzes erzielt die Sparte mit drahtloser Kommunikation für das Gesundheitswesen. Dieses Healthcare-Geschäft werde 2016 voraussichtlich zweistellig wachsen. Das Unternehmen bekräftigt erneut, den Schwerpunkt auf das Informatikgeschäft für das Gesundheitswesen legen zu wollen. Nach Abschluss der Überprüfung "strategischer Optionen" für die Division Network Testing, werde sich die Gruppe wie angekündigt als "one-business company" mit Fokus auszurichten auf diesen Bereich ausrichten, heisst es in der Mitteilung. Weitere Informationen dazu sollen anlässlich der Halbjahreskonferenz vom 17. August 2016 folgen.
Zudem bestätigte Ascom, dass der neue Chef Holger Cordes seine Arbeit am 1. Juni 2016 aufnimmt. Zuletzt hatte der Konzern diese Information noch mit der Einschränkung "voraussichtlich" versehen. Cordes war zuletzt für den US-Konzern Cerner Group tätig, einen IT-Anbieter im Gesundheitswesen. Die Ascom sieht ihn daher als den richtigen Mann für den Konzernumbau.
Nach der Gewinnwarnung vom Montagabend haben sich Anleger heute von ihren Ascom-Aktien getrennt. Der Aktienkurs des Telekomausrüsters sackte in einem schwächeren Markt um rund neun Prozent auf 15 Franken ab. (sda/kjo)

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