Ascom schafft neue Stellen (vor allem im Ausland)

29. Januar 2015, 11:25
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Das Technologieunternehmen Ascom hat im vergangenen Jahr mit weniger Umsatz mehr Gewinn erzielt.

Das Technologieunternehmen Ascom hat im vergangenen Jahr mit weniger Umsatz mehr Gewinn erzielt. Gemäss vorläufigen Angaben stieg der Konzerngewinn von 36,9 Mio. Fr. im Vorjahr auf rund 39 Mio. Franken. Nun will die Firma investieren und 100 neue Stellen schaffen.
Wie Ascom am Donnerstag mitteilte, ging der Umsatz um 2,4 Prozent auf 448,8 Mio. Fr. zurück. Dank eines guten zweiten Halbjahres hat die Firmenleitung die selbst gesteckten Ziele erreicht. Nach der Enttäuschung im ersten Halbjahr, habe Ascom eine exzellente zweite Jahreshälfte erlebt, sagte Firmenchef Fritz Mumenthaler auf einer Medien- und Analystenkonferenz in Zürich.
Im ersten Halbjahr waren Umsatz und Gewinn deutlich geschrumpft. Im zweiten Halbjahr konnte das Geschäft jedoch massiv zulegen. Beide Divisionen hätten den Umsatz im Vergleich zur ersten Jahreshälfte um 26 Prozent verbessert, sagte Mumenthaler.
Während die Division Wireless Solutions (sichere drahtlose Kommunikation) den Umsatz im Gesamtjahr um 4 Prozent steigerte, büsste das Geschäft mit dem Optimieren von Mobilfunknetzen (Network Testing) 11 Prozent ein. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) von Ascom legte um etwa 2 Prozent auf rund 69 Mio. Fr. zu.
Für das laufende Jahr senkte die Firmenspitze jedoch die Ziele. Neu solle der Umsatz im Kerngeschäft um 3 bis 7 Prozent wachsen statt 5 bis 10 Prozent, erklärte Mumenthaler. Grund dafür ist vor allem ein neues Investitionsprogramm.
100 neue Stellen
2015 will Ascom 10 Mio. Fr. hauptsächlich in die Division Wireless Solutions investieren. Das Segment soll sich noch stärker auf den Gesundheitsmarkt etwa mit Spitälern konzentrieren. Es sollen bis zu 100 neue Stellen geschaffen werden. Davon würden 5 bis 10 Stellen in der Schweiz angesiedelt, sagte Mumenthaler am Rande der Nachrichtenagentur 'sda'.
Bis 2020 will das Unternehmen in Märkte mit mehr Potential vorstossen. Ascom wolle bis dahin seinen Umsatz aus eigenem Wachstum verdoppeln, sagte Mumenthaler. Das Gesundheitsgeschäft solle seinen Umsatzanteil deutlich ausbauen. Hoffnungen setzt Mumenthaler in das neue Gerät Myco, das eine Art Smartphone für das Pflegepersonal in Spitälern ist.
Zu den Folgen der Franken-Aufwertung erklärte Ascom, mit derzeit weniger als 100 Angestellten in der Schweiz seien deren Kosten im wesentlichen durch Erträge aus der Schweiz ausgeglichen. Das Umsatzwachstum in lokalen Währungen und die Betriebsmarge seien darum von der neuen Währungssituation kaum betroffen.
Wegen der Umrechnung in Franken sei jedoch beim Umsatz, dem Betriebsergebnis und der Bilanz mit einem negativen Effekt von 10 bis 15 Prozent zu rechnen. (sda/mim)

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