Ascom will Security Communication Divison loswerden

18. August 2011, 15:43
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Starker Rückgang des Gewinns bei Ascom. Verkauf der Division Security Communication geplant, da Einstieg in internationales Geschäft gescheitert.

Starker Rückgang des Gewinns bei Ascom. Verkauf der Division Security Communication geplant, da Einstieg in internationales Geschäft gescheitert.
Der Berner Technologiekonzern Ascom will die Division Security Communications abstossen. Die Division sei substantiell von einem Kunden (dem VBS) abhängig zudem sei der Schweizer Rüstungsmarkt klein, zyklisch und erst noch schrumpfend und die Strategie, mit Partnern zusammen in den internationalen Rüstungsmarkt einzusteigen habe sich "nicht materialisiert", begründet Ascom den Entschluss. Der Heimmarkt habe nur beschränktes Wachstumspotential und berge doch substantielle Risiken. Zudem könne man ohne internationales Business die Zyklen im Schweizer Markt nicht ausgleichen. Die Konzentration beim Verkauf der Einheit gelte den Verpflichtungen gegenüber Kunden und Mitarbeitern, heisst es in einer heute veröffentlichten Präsentation.
Mit dem geplanten Verkauf schliesst Ascom ein weiteres Kapitel in der Schweizer Industriegeschichte ab. Nach dem Verkauf der Division, in der 2010 noch 356 Mitarbeitende beschäftigt waren, wird sich Ascom noch auf das Geschäftsfeld Wireless Solutions, wo man sich vor alle auf drahtlose Netzwerke für Spitäler konzentriert und auf die Division Network Testing konzentrieren. Im Testgeschäft hofft der Konzern vom Trend hin LTE-Netzwerken profitieren zu können.
(Auch) ein Frankenopfer
Ascom ist auch ein Opfer des massiv höheren Kurses des Frankens gegenüber Euro und Dollar. So sank der Umsatz im ersten Halbjahr von 281 auf 253 Millionen Franken, währungsbereinigt und "devestitionsbereinigt" (Nicht-Einrechnung der Einheiten, die man verkaufen will) wäre der Umsatz aber "weitgehend stabil" geblieben, teilt der Konzern heute mit.
Der Gewinn sank auf EBIT-Stufe (vor Steuern und Zinsen) von 24 auf 19 Millionen Franken, der Reingewinn sank gar von 17 auf 9 Millionen Franken. (Christoph Hugenschmidt)

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