ASML gibt nach Brand halbwegs Entwarnung für Chipproduzenten

7. Januar 2022, 15:14
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Der Zulieferer für Chiphersteller musste die Produktion kurzzeitig drosseln. ASML erklärt aber, dass dies nur begrenzten Einfluss auf die Chipproduktion habe.

ASML, ein wichtiger Zulieferer für die Chipproduktion, hat einen Teil seines Werks in Berlin temporär schliessen müssen. Grund war ein Brand, der in der Nacht auf den 3. Januar ausgebrochen war und rund 200 Quadratmeter der insgesamt 32'000 Quadratmeter grossen Fabrik beschädigt hatte. Laut 'Bloomberg' wurde aber ausserhalb des betroffenen Areals wie gewohnt weiterproduziert.
Bislang war unklar, ob dies die ohnehin prekäre Situation der Chipzulieferung nochmals verschärfen würde. ASML ist einer der wenigen Hersteller von Lithografie-Anlagen, die für die Strukturierung der Schaltkreise in der Chipproduktion benötigt werden. Kunden des Konzerns sind wiederum Hersteller wie Samsung, TSMC, NXP oder SK Hynix. ASML hat einen Marktanteil von 84% bei Lithografie-Werkzeugen, ein Ausfall der Zulieferung der Maschinen hätte also ernste Konsequenzen, wie ein Bloomberg-Analyst erklärte.
Heute hat sich ASML zu Wort gemeldet. Demnach musste aufgrund der Rauchentwicklung auch in einem angrenzenden Gebäude die Produktion heruntergefahren werden. "Wir konnten die Produktion in Teilen dieser Gebäude bereits wieder aufnehmen. Die anderen Gebäude am Standort sind nicht betroffen und voll funktionsfähig", heisst es in der Mitteilung.
Zwar sei die Auswertung noch nicht abgeschlossen, aber man könne bereits sagen, dass die Produktions- und Umsatzplanung für DUV-Komponenten nicht betroffen sei. DUV steht für "Deep Ultraviolet" und wird in der Chipproduktion breit eingesetzt.
Allerdings heisst es von ASML, dass die EUV-Komponenten betroffen seien, da das Feuer jenen Produktionsbereich betraf. Man arbeite noch an der Wiederherstellung und könne die Auswirkungen noch nicht bestimmen. EUV steht für ultraviolettes Licht, das für die Produktion der fortgeschrittensten Systeme in Smartphones oder Rechenzentren aber auch KI-spezifischen Prozessoren benötigt wird. Man versuche nun zu eruieren, wie man auch hier die Auswirkungen auf Kunden minimieren könne, schreibt ASML
Neue Informationen stellt ASML für den 19. Januar in Aussicht, dann wird der Konzern seine Geschäftszahlen präsentieren.

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