Atos rückt Big Data in den Fokus

9. Juli 2021, 12:22
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An seinen "Technology Days 2021" kündigt der französische IT-Dienstleister einen "Digital Hub" an und will mit "Urban Data" Smart Cities fördern.

"Wir wollen unsere Technologie nutzen, um das Geschäftsökosystem zu beschleunigen und ein Katalysator für Datenplattformen zu sein", erklärte Atos-CEO Elie Girard in seiner Keynote zu den "Atos Technology Days 2021". Im Zeichen der Transformation wolle der Konzern nun mit verschiedenen Plattformen "den Datenaustausch revolutionieren". "Europa ist wirklich ein einheitlicher Markt für B2B-Daten", so Girard weiter. Atos wolle sich nun als ein zentraler Player im Datenaustausch positionieren.
Mit dem "Atos Digital Hub" schaffe man dazu eine neue, "einzigartige Lösung". Diese ziele darauf ab, Wertschöpfungsketten innerhalb erweiterter datengetriebener Ökosysteme zu ermöglichen und zu orchestrieren. Neben der Nutzung von Analytik und KI, um den Wert von Daten zu erschliessen, ermögliche das Framework die Erstellung von Geschäftsservices mit einer Reihe von vordefinierten Blaupausen für verschiedene Branchen.

Atos will Vermittler und neutraler Akteur sein

Als Teil dieser Lösung werde Atos als Vermittler und neutraler Akteur fungieren, der die Plattform betreibe und orchestriere. "Dabei geht es nicht nur um Technologie, sondern auch um die Erkenntnis, dass Unternehmen als Teil von Geschäftsgemeinschaften arbeiten. Wir ermöglichen es Gruppen von Branchenakteuren, in einem einzigen Ökosystem zusammenzuarbeiten, Datenbestände reibungslos auszutauschen und auf ein gemeinsames Geschäftsziel hinzuarbeiten", sagte Sophie Proust, CTO von Atos.
Weiter bringt der Konzern eine KI-Plattform für Computer Vision auf den Markt. Diese "hoch skalierbare End-to-End-Plattform" soll Videos und Bilder in Echtzeit analysieren können. Dies ermögliche es Unternehmen, "Fehlerquoten zu reduzieren, die Sicherheit von Personen und Vermögenswerten zu gewährleisten und reibungslose und personalisierte Kundenerlebnisse zu bieten". Die Computer-Vision-Plattform soll eine breite Palette von Anwendungen von Fertigung über das Smart-City-Management, Flughafen- und Einzelhandelssicherheit bis hin zur Überwachung von Massenbewegungen abdecken.

"Urban Data" für Smart-City-Entwicklung

Computer Vision soll auch bei der ebenfalls angekündigten Plattform "Urban Data" genutzt werden, die bei der Entwicklung von Smart Cities helfen soll. Der Fokus liege dabei auf Mobilität, öffentlicher Sicherheit, Gesundheit und Energie, erklärte Elie Girard. Die Plattform sei horizontal und beruhe auf den Designprinzipien des "Atos Digital Hub" sowie Open-Source-Technologien.
"Urban Data" soll die Verwaltung und Veröffentlichung von Daten in allen Betriebsbereichen einer Stadt sicherstellen, um Bürgern und Besuchern einen einzigen Zugangspunkt zu bieten. Die Lösung integriere verschiedene IoT-Funktionalitäten, um eine Sammlung von Daten aufzunehmen, zu analysieren und zu präsentieren. Basierend auf der Hybrid-Cloud-Containerisierung sei die Plattform hoch skalierbar und speichere historische Daten und Indikatoren, die mithilfe von KI aufbereitet werden. Bereits würden Städte wie Eindhoven und Bordeaux mit der neuen Plattform arbeiten.

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