Auch Actebis reorganisiert

9. November 2005, 16:21
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Abbau im Backoffice, Aufbau in Verkauf und Marketing

Abbau im Backoffice, Aufbau in Verkauf und Marketing
Die Schweizer Distributoren scheinen von einer wahren Reorganisations-Welle erfasst. COS baut den Betrieb in Business-Units um, was den Weggang von zwei Kaderleuten und baut das Business - wie andere auch - mit Unterhaltungselektronik auf.
Auch Also-Konkurrent Actebis, seit Juli unter der neuen Führung von Hans-Peter Weiss (ehemals Orion und Also), reorganisiert. Weiss will die Anzahl Mitarbeitender (und damit die Kosten) im Backoffice-Bereich abbauen und dafür mehr Verkäufer und Marketing-Leute einstellen. Wieviele Stellen bei Actebis in Littau und Gland weggfallen, wollte Weiss nicht sagen. Es handelt sich aber um "eine einstellige Zahl", so Weiss zu inside-channels.ch. Er habe möglichst vielen Leuten andere Stellen in der Firma angeboten, sagt Weiss. Es ist aber gemäss dem neuen Actebis-Chef auch zu Kündigungen gekommen.
Rationalisierung und Aufbau des Verkaufs
"Unsere Organisation wird klar verkaufslastiger. Wir sind in der angenehmen Lage, dass zur Zeit gute Leute für zahlbare Löhne auf dem Markt sind," erzählt Weiss. Actebis verfolge in der Schweiz eine klar Wachstumsstrategie und wolle mit zusätzlichen Herstellervertretungen auch neue Aktivitäten entfalten.
Die Einsparungen im Backoffice-Bereich seien durch Rationalisierungen möglich geworden, so habe er gewisse interne Rapporte schlicht und einfach abgeschafft und alle Prozesse auf ihr Optimierungspotential abgeklopft. Offenherzig fügt der Actebis-Mann aber auch hinzu: "Im Backoffice werden weniger Leute mehr arbeiten müssen."
Preiszerfall und HP zwingen Distis zu Rationalisierung
Im Hintergrund der Reorganisations-Welle unter Schweizer Distributoren steht unter anderem auch deren grösster Partner: Hewlett-Packard. HP will seinen "Preferred Partnern" eine höhere Marge gewähren und will diese Prozente unter anderem aber auch in der Distribution herausholen. Da HP der weitaus grösste indirekte Anbieter in der Schweiz ist, zwingt dies die Distributoren dazu neue Wege zu gehen. Also will kostenlose Dienstleistungen für die Hersteller in der "Volumendistribution" einschränken, Actebis rationalisiert das Backoffice und Ingram Micro will mehr Waren aus dem riesigen Lager in München direkt zu den Kunden liefern lassen.
Ein weiterer Faktor, der die Distributoren zu massiven Einsparungen zwingt, ist der stete Preiszerfall, vor allem bei Flachbildschirmen, PCs und Notebooks. (Christoph Hugenschmidt)

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