Auch Apple ruft Notebook-Batterien zurück

25. August 2006, 07:52
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Nach Dell muss nun auch Apple etwa 1,8 Millionen Notebook-Batterien austauschen. Betroffen sind 12- und 15-Zoll Notebooks der Serien iBook G4 und PowerBook G4, die ab Oktober 2003 verkauft worden sind.

Nach Dell muss nun auch Apple etwa 1,8 Millionen Notebook-Batterien austauschen. Betroffen sind 12- und 15-Zoll Notebooks der Serien iBook G4 und PowerBook G4, die ab Oktober 2003 verkauft worden sind.
Immerhin zwei Personen wurden bei Brandfällen mit Apple Notebooks leicht verletzt, sagte ein Sprecher des US Konsumentenschutz zum 'Wall Street Journal'. In den USA sind neun Fälle bekannt, in denen Apple Notebooks überhitzten und teilweise in Brand gerieten. Schuld sind Produktionsfehler bei bestimmten Serien von Batterien von Sony.
Apple ruft nun - wie bereits schon Dell vor 10 Tagen - die potentiell gefährlichen Batterien weltweit zurück und tauscht sie kostenlos aus. Ein finanzieller Verlust sollte daraus für Apple nicht entstehen, denn Lieferant Sony muss für die Kosten geradestehen. Der US Konsumentschutz empfiehlt den Besitzern von Apple-Notebooks sofort abzuchecken, ob man eine der explosiven Batterien in seinem Laptop hat und die Batterie allenfalls sogleich herauszunehmen und "an einem sicheren Ort zu lagern".
Auf der Apple-Support-Seite gibt es detaillierte Informationen zu den betroffenen Seriennummern der Notebooks und Batterien und man kann den Umtausch der Batterie in einem Webformular anfordern. Apple schickt einem übrigens eine neu Batterie, bevor man die alte zurückgeschickt hat.
Keine weiteren Hersteller betroffen?
Gemäss Sony sollten keine weiteren Hersteller mehr betroffen sein, da nur Apple und Dell die eine spezielle Konfiguration der Akkus eingesetzt hätten. Es gibt aber Berichte, dass auch vereinzelte Sony-Notebooks in Brand geraten sind.
Gemäss Sony sei die Gefahr, die von überhitzten Notebook-Akkus von Sony ausgehen kann, ausgeschlossen sein. Sony habe "eine Reihe von zusätzlichen Schutzmassnahmen" eingeführt, heisst es in einer Mitteilung von heute. (Christoph Hugenschmidt)

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